Ratingen: Machbarkeitsstudie für Stadtbahn-Linie

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Ein Fahrkartenautomat im VRR. Foto: Volkmann
Ein Fahrkartenautomat im VRR. Foto: Volkmann

Ratingen. Ratingen könnte eine zweite Stadtbahn-Linie erhalten. Nachdem der Bau- und Vergabeausschuss des Rates im Sommer beschlossen hatte, eine Machbarkeitsstudie für den 4. Bauabschnitt der künftigen Stadtbahnstrecke U81 vom Fernbahnhof Flughafen nach Ratingen erstellen zu lassen, kam nun der entsprechende Förderbescheid. Auf die Durchführung der Studie hatten sich die Städte Düsseldorf und Ratingen sowie der Kreis Mettmann verständigt.

Die U81 ist das zurzeit wohl größte und wichtigste ÖPNV-Neubauprojekt in Düsseldorf und Umgebung. Im Endausbau soll es eine durchgehende Stadtbahnlinie von Neuss über die Messe Düsseldorf und den Flughafen bis nach Ratingen geben.

Der erste Abschnitt ist bereits in Bau. Dieser verknüpft das aktuelle Stadtbahnnetz in Düsseldorf mit dem Flughafen. Ab dem Freiligrathplatz in Stockum wird eine neue Trasse über eine lang geschwungene Brücke über den Verkehrsknoten Nordstern und dann in Tunnellage zum Flughafen-Terminal gebaut.

Der zweite Bauabschnitt (zurzeit in Planung) ist der aufwendigste: Über eine neue Rheinbrücke und eine neue Trasse nach Lörick und Heerdt soll eine Stadtbahnnetzverknüpfung zwischen Messe/Arena und dem Handweiser in Heerdt geschaffen werden. Der dritte Abschnitt verbindet das Flughafen-Terminal mit dem Fernbahnhof. Und der vierte soll weiter nach Ratingen führen.

Definierter Endpunkt in der aktuellen Planungsphase ist der künftige S-Bahnhof Ratingen-West, etwa im Bereich der heutigen Fußgängerbrücke über die Westbahn. Die Machbarkeitsstudie soll nun vor allem die beste Trasse zwischen dem Flughafen-Bahnhof und der Sandstraße finden. „Bei der Entscheidung, welches die beste Trasse ist, müssen technische, betriebliche, wirtschaftliche, städtebauliche und Umweltkriterien berücksichtigt werden“, sagt Planungsdezernentin Petra Cremer. „Die Studie wird auch ein Verkehrsmodell und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung beinhalten. Bevor die Entscheidung für eine Vorzugstrasse fällt, werden wir im Rahmen der Machbarkeitsstudie eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen, bei der mindestens vier Vergleichstrassen mit ihrer jeweiligen Bewertung vorgestellt werden sollen.“

Die U81, 4. Bauabschnitt, ist ein Zukunftsprojekt des Regio-Netzwerkes, dem die Städte Düsseldorf, Ratingen, Krefeld und Meerbusch sowie der Kreis Mettmann angehören. Diese Kooperation hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung zu verfolgen. Die Machbarkeitsstudie wird durch die Kooperationspartner Düsseldorf, Ratingen und Kreis Mettmann sowie mit Fördermitteln des VRR finanziert.