A45-Brücken-Aus: Demo in Lüdenscheid gegen Umleitungsverkehr

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Die «Bürgerinitiative A45 Lüdenscheid» protestiert im Ortsteil Brügge gegen den Umleitungsverkehr.
Die «Bürgerinitiative A45 Lüdenscheid» protestiert im Ortsteil Brügge gegen den Umleitungsverkehr. Foto: Bernd Thissen/dpa

Lüdenscheid (dpa/lnw) – In Lüdenscheid haben Bürger gegen den seit Monaten durch die Stadt führenden Umleitungsverkehr infolge der A45-Brückensperrung protestiert. Seit Anfang Dezember 2021 seien Stadt und Region vor allem an den zwei Umleitungsstrecken extremen Beeinträchtigungen ausgesetzt, monierten die Demo-Teilnehmer. Aufgerufen hatte die «Bürgerinitiative A45 Lüdenscheid», die Lärm, nächtliche Ruhestörung, Dauerstau, erhöhte Unfallgefahren, aber auch auf längere Fahrzeiten zur Arbeit, Verlust von Geschäftskunden und Umsätzen sowie abwandernde Fachkräfte beklagte.

Auf den Plakaten war zu lesen: «Transit-Lkw raus aus Lüdenscheid» oder auch «kein Durchgangsverkehr!». Täglich fahren der Bürgerinitiative zufolge weiter täglich rund 23.000 Fahrzeuge, darunter 6500 Laster, über die Umleitungsstrecken durch Lüdenscheid und durch das Volmetal.

Die Demonstration verlief laut Polizei friedlich. Viele Teilnehmer trugen Warnwesten – einem dpa-Reporter zufolge waren rund 200 Personen dem Aufruf der Bürgerinitiative gefolgt. Diese fordert, den Durchgangsverkehr weiträumig über die A1 ab Westhofener Kreuz oder über die A4 ab dem Kreuz Olpe umleiten zu lassen. Für Lastwagen solle grundsätzlich ein Nachtfahrverbot gelten. Das Bauverfahren für die neue Rahmede-Talbrücke müsse dringend beschleunigt werden, die angekündigten fünf Jahren Bauzeit seien zu lang.