Cyber-Alarm bei Grünen im Landtag

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Netzwerkkabel in einem Rechenzentrum.
Netzwerkkabel in einem Rechenzentrum. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Nach einem mutmaßlichen Cyber-Angriff im Düsseldorfer Landtag hat die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet. Nach dpa-Informationen wurde ein Computer eines Grünen-Abgeordneten der Polizei zur weiteren Untersuchung übergeben.

Dem Vernehmen nach hatte der Landtag zunächst Ende September einen «kritischen Verbindungsversuch» zu einer IP-Adresse festgestellt, die auf einer Warnliste des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steht. Die Schutzeinrichtung («Firewall») des Landtags habe das aber letztlich unterbunden. Als man den Vorfall unter die Lupe nahm, tauchte ein weiterer Fall wenige Tage später auf – der zu dem Rechner des Grünen-Abgeordneten führte. Ob die erste Attacke dem gleichen Rechner galt, ist noch unklar.

Der Landtag hat nach dpa-Informationen daher die Protokollierung des Internetverkehrs ausgeweitet. Alle nötigen Datensätze sollen mit Zustimmung der Fraktionen bei Bedarf den Ermittlern übergeben werden.