Fahrplanwechsel in NRW: Bahn plant zusätzliche Verbindungen

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Das Logo der Deutschen Bahn (DB).
Das Logo der Deutschen Bahn (DB). Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/lnw) – Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 11. Dezember sollen die Menschen in Nordrhein-Westfalen von zusätzlichen Verbindungen profitieren. «Mit dem neuen Fahrplan gehen wir den nächsten Schritt auf dem Weg zum Deutschlandtakt und stellen die Weichen ganz klar auf weiteres Wachstum», sagte DB-Personenfernverkehrschef Michael Peterson am Montag.

So soll die bestehende ICE-Linie Dortmund/Düsseldorf-Köln Messe/Deutz-Mannheim-Stuttgart verlängert werden. Reisende ab Köln haben damit die Möglichkeit, stündlich direkt bis nach Ulm, Augsburg und München zu fahren. Möglich wird dies durch die Inbetriebnahme der neuen Schnellfahrstrecke Wendlingen – Ulm. Darüber hinaus verlängert die DB die zweistündliche ICE-Linie Köln-Mannheim-Karlsruhe-Basel von und nach Hamburg.

Von Münster aus können Reisende künftig stündlich nach Frankfurt Flughafen und Mannheim fahren sowie teilweise zweistündlich nach Karlsruhe, Freiburg und Basel. Ab dem Fahrplanwechsel verkehren außerdem ICE-Züge etwa alle zwei Stunden ab Solingen, Wuppertal und Hagen ohne Umstieg nach Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg.

Auch das Ruhrgebiet profitiert der Bahn zufolge von neuen Direktverbindungen: In Bochum beispielsweise fahren ab dem 15. April 2023 etwa alle zwei Stunden ICE-Züge direkt nach Hamburg bzw. Karlsruhe, Freiburg und Basel. Ostwestfalen erhalte bessere Spätverbindungen aus Berlin: Minden, Herford, Bielefeld und Gütersloh würden abends täglich von einem ICE aus Richtung Berlin-Wolfsburg-Hannover angefahren.

Außerdem wird es der Bahn zufolge mehr Direktverbindungen aus NRW an die Nordsee gebe: Ab Köln fährt künftig ganzjährig täglich (statt bislang nur saisonal) eine zweite Direktverbindung von und nach Westerland auf Sylt mit Halt unter anderem in Düsseldorf, Essen und Münster. Zwischen Köln und Ostfriesland fährt sonntags in den Sommermonaten ein zusätzliches Intercity-Zugpaar mit neuer Direktverbindung nach Norddeich Mole, zum Fähranleger nach Norderney und Juist. Außerdem sollen neue Züge für mehr Komfort sorgen.

Schon jetzt steht allerdings auch fest, dass sich mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember auch die Preise im Fern- und Regionalverkehr erhöhen werden. Während Spar- und Supersparpreise gleich bleiben, wird der sogenannte Flexpreis ohne Zugbindung ab dann rund sieben Prozent teurer. Und auch die Sanierung des Bahnnetzes wird weitergehen – mitsamt der dabei auftretenden Einschränkungen im Bahnverkehr.