Nach Sturm-Schäden: Städte können Gelder beantragen

22
Anwohner blicken auf das beschädigte Dach eines Hauses.
Anwohner blicken auf das beschädigte Dach eines Hauses. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Düsseldorf/Höxter/Lippstadt/Paderborn (dpa/lnw) – Knapp fünf Monate nach dem verheerenden Sturmtief in Nordrhein-Westfalen können die besonders betroffenen Städte Höxter, Lippstadt und Paderborn nun die Fördermittel des Landes für den Wiederaufbau beantragen. Das teilte das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung am Montag in Düsseldorf mit.

Durch die dort wütenden Tornados waren am 20. Mai diese Städte massiv geschädigt worden. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte danach beschlossen, den Wiederaufbau und die Reparaturmaßnahmen insbesondere der öffentlichen Infrastrukturen finanziell zu unterstützen. Hierfür stelle das Land nun bis zu 45,5 Millionen Euro bereit, so das Ministerium. Die Förderrichtlinie sei nun in Kraft gesetzt. Somit könnten die betroffenen Städte die Finanzhilfen «in Kürze» bei der Bezirksregierung Detmold beantragen. Man gehe «mit großen Schritten Richtung Wiederaufbau», sagte Bau-Ministerin Ina Scharrenbach (CDU). «Der Startschuss ist gemacht, packen wir es an.»

Gefördert wird laut Mitteilung neben der Instandsetzung der städtischen Infrastruktur wie Wasserversorgung, Verwaltungsgebäude, Kultureinrichtungen, Straßen-, Fuß- und Radwege auch die Wiederherstellung von Schulen, Kitas, Spielplätzen und Parkanlagen.

Bei dem Unwetter im Mai mit Blitzen, Donner, heftigem Regen und sogar Tornados wurden Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und der öffentliche Nahverkehr schwer beeinträchtigt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, Schäden in Millionenhöhe entstanden.