NRW wappnet sich gegen Ausbreitung der Geflügelpest

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Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Schutzzone».
Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Schutzzone». Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Zusätzliche regelmäßige Untersuchungen in den Tierbeständen sollen eine Ausbreitung der Geflügelpest in Nordrhein-Westfalen eindämmen. Doch trotz intensivierter Kontrollen sowie Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den Betrieben stellt sich das Agrarministerium in Düsseldorf auf steigende Infektionszahlen ein. Angesichts der seit Herbst 2020 in Deutschland und Europa besonders heftig grassierenden Epidemie müsse davon ausgegangen werden, dass NRW mit seiner intensiven Geflügelhaltung und hohen Bevölkerungsdichte nicht verschont bleiben werde, teilte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage in Düsseldorf mit.

Erstmals seit einem halben Jahr war in NRW in der vergangenen Woche wieder die Geflügelpest aufgetreten. Betroffen war eine kleine Hobbyhaltung in Bottrop, deren Bestand mit 120 Enten, Gänsen und Hühnern getötet und entsorgt werden musste. Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren in den vergangenen Monaten sehr viel stärker betroffen: an Nord- und Ostsee waren ganze Seevögel-Bestände bedroht. Die Geflügelpest ist eine durch Viren ausgelöste, sehr ansteckende Infektionskrankheit für Nutzgeflügelarten und andere Vögel. Das Ansteckungsrisiko für Menschen gilt bislang als sehr gering.

In NRW werde die Informations- und Aufklärungsarbeit weiter verstärkt, kündigte die Sprecherin des NRW-Agrarministeriums an. Sowohl in der kommerziellen als auch in der Hobby-Geflügelhaltung gebe es aber bereits eine hohe Sensibilität für das Thema. Jetzt gehe es vor allem darum, mit verschärften Vorsichtsmaßnahmen zu verhindern, dass sich die Pest durch Hausgeflügelverkäufe oder Personenkontakte weiter verbreiten könne. Das Geflügel in den Beständen sei vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen.