Cyber-Alarm bei den Grünen: Metz hofft auf Aufklärung

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Der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf.
Der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Nach einem mutmaßlichen Cyber-Angriff im Düsseldorfer Landtag baut der betroffene Grünen-Abgeordnete Martin Metz auf die Experten der Ermittlungsbehörden: «Ich hoffe, dass die laufenden Untersuchungen Aufklärung bringen, was genau vorgefallen ist und wie es dazu kommen konnte», sagte Metz der Deutschen Presse-Agentur.

Der Landtag hatte Ende September einen ersten «kritischen Verbindungsversuch» festgestellt. Die Schutzeinrichtung («Firewall») des Landtags hatte die Attacke aber unterbunden. Als man den Vorfall unter die Lupe nahm, tauchte wenige Tage später ein weiterer Fall auf – der zu dem Laptop von Metz führte. Ob die erste Attacke auch Metz galt, ist noch unklar.

«Wie wir wissen, besteht ein Risiko für IT-Sicherheitsvorfälle», so Metz. Trotzdem sei er «natürlich überrascht» gewesen, als die Landtagsverwaltung ihn kontaktierte. Der Laptop gehört dem Landtag und wurde Metz zur Verfügung gestellt. Der Rechner wurde inzwischen der Polizei übergeben, die Landtagsverwaltung hat in Abstimmung mit Metz Strafanzeige gestellt. Die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Staatsanwaltschaft Köln ermittelt.