Vorfall in Streifenwagen: Ermittlungen gegen Polizeibeamten

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Eine Polizistin und ein Polizist mit FFP2-Maske stehen sich gegenüber.
Eine Polizistin und ein Polizist mit FFP2-Maske stehen sich gegenüber. Foto: Marijan Murat/dpa/ZB

Bielefeld (dpa/lnw) – Nach einem Vorfall in einem Streifenwagen der Bielefelder Polizei hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen einen Beamten eingeleitet. Nach Angaben der Bielefelder Polizei von Freitag sollen die Ermittlungen aus Neutralitätsgründen von der Polizei in Münster geführt werden. Zuvor hatte das «Westfalen-Blatt» über den Vorfall in dem Streifenwagen berichtet.

Der Polizist soll als Fahrer den Sicherheitsgurt der Beifahrerin gelöst und dann auf die Bremse getreten sein. Die Polizistin wurde nach nach vorne geworfen und soll gegen die Sonnenblende oder das Handschuhfach geprallt sein. Ein Arzt attestierte den Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Grund für das Manöver: Die Kollegin soll sich intensiv mit ihrem Handy beschäftigt haben. Trotz mehrfacher Aufforderung, das piepende Telefon wegzustecken, soll sie dies ignoriert haben.

Der Fahrer des Streifenwagens wurde nach Angaben der Bielefelder Polizei intern auf eine andere Stelle versetzt. «Disziplinare Ermittlungen sind abhängig vom Ausgang des Strafverfahrens», teilte Sprecherin Sonja Rehmert der dpa mit. Der verletzten Polizeibeamtin seien Hilfsangebote unterbreitet worden.