Viertklässler haben Probleme mit Schreiben und Rechnen

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Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet.
Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Immer mehr Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen haben Probleme in den Fächern Mathe und Deutsch. Im Fünf-Jahres-Vergleich sind die Viertklässler in ihren Kompetenzen in diesen Fächern deutlich zurückgefallen. Das zeigt eine am Montag von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgestellte Studie, die im Abstand von fünf Jahren den Stand bei den Schülern repräsentativ untersucht. Bereits im Juli waren die Zahlen für ganz Deutschland vorgestellt worden. Jetzt folgte ein Vergleich nach Bundesländern.

Während beim Lesen im Jahr 2021 52,7 Prozent der Schüler in NRW den Mindeststandard erreichten, schaffte das rund jeder Fünfte (21,6 Prozent) nicht. Im Vergleichsjahr 2016 waren es nur 15,7. Bei der Rechtschreibung sieht es noch schlechter aus. Nur 39,6 Prozent erreichen den Regelstandard, während 32,6 Prozent erhebliche Probleme damit haben, richtig zu schreiben, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. 2016 hatten nur 23,9 Prozent massive Probleme mit der Rechtschreibung.

Beim Rechnen schafft fast jeder zweite Viertklässler (47,3 Prozent) den vorgesehenen Standard, also das, was im Schnitt von Schülerinnen und Schülern in diesem Alter erwartet wird. Damit liegt NRW in Deutschland allerdings deutlich unter dem Gesamtwert. Die Grundschüler in Bayern erreichen hier einen Spitzenwert von 66,2 Prozent. 28,1 Prozent der Schüler in NRW haben so große Probleme mit der Mathematik, dass sie den Mindeststandard nicht vorweisen können. Vor fünf Jahren waren noch deutlich mehr Schüler besser in Mathematik. 2016 erreichten nur 19,2 Prozent den Mindeststandard nicht. Das ist ein Zuwachs von 8,9 Prozentpunkten.