Nagelsmann: Musiala und Bellingham besser als Gavi

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Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann steht vor einem Spiel im Stadion.
Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Paris/München (dpa) – Julian Nagelsmann hätte bei der Kür des besten U21-Spielers bei der Ballon-d’Or-Ehrung anders und sich für Bayern-Star Jamal Musiala oder den Dortmunder Jude Bellingham entschieden. «In meinen Augen haben sowohl Jamal als auch Jude Bellingham eine bessere Saison gespielt als der Gewinner», sagte der Trainer des FC Bayern am Dienstag in München.

Münchens Musiala (19) und Bellingham (19) von Borussia Dortmund gehörten bei der Wahl am Montag zu den fünf nominierten Spielern für die Kopa-Trophäe, belegten am Ende die Plätze drei und vier. Der Preis ging an den Spanier Gavi (18) vom FC Barcelona vor dem Franzosen Eduardo Camavinga (19) von Real Madrid.

Unverdient sei Gavis erster Platz aber nicht. «Er hat eine extreme Gewinnermentalität, auch für sein Alter. Sehr giftig», sagte Nagelsmann und bescheinigte dem Katalanen als «sehr gutem Fußballer» eine «Terrier-Komponente». «Trotzdem sehe ich Jamal oder auch Jude Bellingham einen Tick vorne dran ich hätte anders rum gewählt», sagte der Bayern-Coach.

Bei diesen beiden Spielern sei es Geschmackssache, meinte Nagelsmann. «Bei Jude und Jamal ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Gusto, was man lieber sieht – eher so einen Box-to-Box-Spieler oder einen sehr feinen Fußballer in der roten Zone», sagte der Bayern-Trainer.

Ärger mit Barcelona wolle er nicht haben, fügte Nagelsmann hinzu. Den gab es im Sommer, nachdem Nagelsmann über die Einkaufspolitik der Katalanen gesprochen hatte. «Es ist der einzige Club in der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will. Es ist irgendwie komisch, irgendwie verrückt», hatte Nagelsmann gesagt. Barça-Präsident Joan Laporta hatte Nagelsmann danach kritisiert. Und diesmal? Nagelsmann scherzte beim Weg aus dem Pressekonferenzraum. Da rufe Herr Laporta nun bestimmt wieder an, sagte der Bayern-Trainer.