Angleichung der Lehrer-Einstiegsgehälter auf dem Weg

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Stühle stehen in einem Klassenzimmer auf den Tischen.
Stühle stehen in einem Klassenzimmer auf den Tischen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die schrittweise Angleichung der Eingangsbesoldung für alle Lehrkräfte rechtlich auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss die Einleitung der Verbändeanhörung zu dem Gesetzesentwurf. «Mit der Besoldungsanpassung werten wir den Lehrkräfteberuf auf und gestalten ihn vor allem in der Grundschule, aber auch im Bereich der Sekundarstufe I deutlich attraktiver», teilte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am Mittwoch mit. «Das soll uns zukünftig dabei helfen, mehr junge Menschen auch für diese Schulformen zu gewinnen.»

Für die Angleichung der Lehrer-Gehälter hatte die schwarz-grüne Landesregierung im Entwurf für den Nachtragshaushalt 2022 erste Mittel bereitgestellt. «Trotz der andauernden Krisen und den damit verbundenen immensen finanziellen Belastungen für den Landeshaushalt setzt die Landesregierung damit ein zentrales Projekt um», sagte Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU).

Die Lehrkräfte der Primarstufe und Sekundarstufe I sollen in fünf Schritten bis zum Jahr 2026 in die Besoldungsgruppe A 13 überführt werden. Rückwirkend zum 1. November erhalten sie zunächst eine Zulage in Höhe von 115 Euro, die Anfang des kommenden Jahres ausgezahlt wird. Diese Zulage erhöht sich jährlich zum 1. August um jeweils 115 Euro, so dass ab August 2025 ein Plus von insgesamt 460 Euro erreicht wird.

Das Land kostet diese Angleichung bis 2026 knapp 900 Millionen Euro. Damit soll die Verdienstlücke geschlossen werden, die jetzt noch etwa zwischen Grundschul- und Gymnasiallehrern klafft, obwohl die Ausbildungsstandards längst vereinheitlicht worden sind.