Mädchen vergewaltigt: Schulbusfahrer in Kleve verurteilt

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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Kleve (dpa/lnw) – Ein Schulbusfahrer aus Kleve, der zwei Mädchen vergewaltigt und missbraucht haben soll, ist zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das sagte eine Sprecherin des Klever Landgerichts am Mittwoch. Der 52-Jährige wurde wegen drei Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen. Die Opfer seien zur Tatzeit 14 und zwischen 15 und 16 Jahre alt gewesen.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hatte der Mann die Taten im Schulbus, in seiner Wohnung und auf einem Campingplatz in den Niederlanden begangen. Sie reichen bis ins Jahr 2013 zurück. Der Mann hatte behauptet, die Initiative sei von den den Mädchen ausgegangen. Vom Vorwurf einer weiteren Vergewaltigung wurde er freigesprochen.

Außerdem hatte die Anklage dem Busfahrer Besitz von Kinder- und Jugendpornografie vorgeworfen. Diese sei bei der Durchsuchung seiner Wohnung im August 2021 entdeckt worden. Die Dateien seien zwar gelöscht gewesen, hätten aber wieder rekonstruiert werden können. Der Vorwurf wurde aber angesichts der deutlich schwerwiegenderen Vorwürfe der Vergewaltigung und des Missbrauchs eingestellt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.