Beil-Attacke aus Wut über Firma: Anklage gegen 18-Jährigen

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Münster (dpa/lnw) – Aus Wut über seinen Ausbildungsbetrieb soll ein 18-jähriger Kfz-Auszubildender in Raesfeld im Münsterland versucht haben, seinen Chef mit einem Handbeil zu töten. Die Staatsanwaltschaft Münster hat gegen den Mann Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Laut Anklage war der Auszubildende eines Autohauses am Morgen des 11. Juli dieses Jahres bereits mit dem Beil in der Hand und einer Sturmhaube über dem Kopf auf dem Weg zum Büro des Chefs. Dabei habe er einen anderen Mitarbeiter getroffen. Damit dieser ihn nicht aufhalten oder den Chef warnen konnte, habe er dem Kollegen das Beil in den Rücken geschlagen, so die Staatsanwaltschaft. Der Angegriffene sei aber nicht schwer verletzt worden, habe einen zweiten Schlag abgewehrt und zusammen mit einem Kollegen dem 18-Jährigen die Axt abgenommen.

Der Verdächtige sitzt seit der mutmaßlichen Tat in Untersuchungshaft. Er habe zuvor offenbar unzureichende Leistungen in der Ausbildung abgeliefert. Deshalb habe der Chef ihn aufgefordert, sein erstes Lehrjahr zu wiederholen oder die Ausbildung abzubrechen, heißt es in der Anklage. Der 18-Jährige habe sich ungerecht und «respektlos» behandelt gefühlt, dem Ausbildungsbetrieb die Schuld gegeben und beschlossen, seinen Chef zu töten.