Fischer kritisiert Schalke-Profis: «Grundtugenden fehlen»

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Klaus Fischer gestikuliert.
Klaus Fischer gestikuliert. Foto: Thomas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Gelsenkirchen (dpa) – Für Club-Ikone Klaus Fischer ist die sportliche Krise des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 nicht nur dem am Mittwoch freigestellten Trainer Frank Kramer anzulasten. «Für die größten Probleme sorgen aktuell eindeutig die Spieler – die Grundtugenden fehlen, es passt alles nicht zusammen», sagte der Vereins-Rekordtorjäger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Fischer vermisst bei vielen Schalke-Profis den größtmöglichen Einsatzwillen. «Viele Leute könnten den Zweikampf suchen, es greift aber keiner richtig an», kritisierte der 72-Jährige: «Da muss man draufgehen und darf sich nicht auf seinen Mitspieler verlassen. Die Jungs sind einfach nicht aggressiv genug.»

Fischer plädierte für ein mehr auf Pressing zielendes Spielsystem, denn: «Wir haben nicht die Typen, um in der Defensive gut zu stehen und dann schnell umzuschalten.» Davon könnte dann auch wieder der zurzeit glücklose Stürmer Simon Terodde profitieren, hofft Fischer: «Für ihn wäre es wichtig, dass man durch das Pressing die Bälle schneller in den 16-Meterraum bekommt.»