Wülfrather AWO investiert in Nachhaltigkeit

254
Die AWO hat gleich an mehreren Baustellen gearbeitet: Peter Zwilling, Conny Weimer, Bernd Schug und Herbert Romund. Foto: Kling

Wülfrath. Die Wülfrather Arbeiterwohlfahrt investiert in Nachhaltigkeit, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein. Die Ausgaben belaufen sich insgesamt auf rund 60.000 Euro.

Das Heim der AWO liegt an der Schulstraße. Direkt unterhalb steht der Bau, der einmal Kindergarten werden soll. Oder besser: Der längst Kindergarten sein sollte, es wegen verschiedener Baumängel und folgender Rechtsfragen aber immer noch nicht ist. Unter anderem gibt es Feuchtigkeitsschäden.

„Auch wir liegen im Quellgebiet“, erzählt Peter Zwilling. Der Vorsitzende der AWO hat zusammen mit Geschäftsführerin Conny Weimer und Kassierer Herbert Romund zum Gespräch eingeladen. Die wichtigste Investition, von der die drei berichten können: Eine neue Isolierung der Wände, um den Bau von 1965 vor Wasserschäden aus dem Untergrund zu schützen.

Das Erdreich wurde abgetragen, damit die Wände neu isoliert werden konnten. Das war mit 40.000 Euro die größte Investition. „Das müssen wir ein paar Jahre abarbeiten“, sagt Kassierer Romund. Finanzielle Hilfe hat die Wülfrather AWO vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt bekommen.

Im Rahmen dieser Arbeiten ist an den Außenanlagen auch etwas geschehen. Das Feld von Kalksteinen am Seiteneingang ist abgetragen worden. Hier ist eine insektenfreundliche Bepflanzung vorgesehen. Die Steine nimmt zum Teil die Firma Onasch mit, die der AWO im Gegenzug Muttererde lieferte, freut sich Vorsitzender Peter Zwilling über die Zusammenarbeit mit dem Wülfrather Unternehmen.

Eine andere Firma, Elektro Erbach, hat die Beleuchtung im großen und im kleinen Saal erneuert. Hier sorgen jetzt LEDs für Licht, die etwa nur noch ein Drittel so viel Strom brauchen wie vorher die Leuchtstoffröhren, erklärt Bernd Schug, Inhaber von Elektro Erbach.

Dass die Heizung jetzt zentral gesteuert werden kann und über eine automatische Abschaltung verfügt, soll dabei helfen, Energie zu sparen. Denn allein für Gas gibt die AWO im Monat 800 Euro aus, berichtet der Vorsitzende. Die neue Therme mit neuer Steuerung hat die Firma Mäder eingebaut. Diese Investition macht 8.000 Euro aus.

Peter Zwilling dankt allen Wülfrather Unternehmen dafür, dass sie die Arbeit der AWO mit ihrem Entgegenkommen und Sponsoring unterstützen.

5.000 Euro hat die Arbeiterwohlfahrt beispielsweise von der Sparkasse für die energieärmere Beleuchtung bekommen.

Solche Unterstützung sei enorm wichtig, erklärt Zwilling, denn „zur AWO kommen auch viele Leute, die auf den Pfenning gucken müssen“. Deshalb könne die AWO für ihre Investitionen nicht einfach die Einnahmen erhöhen.

Neben Geld wird vor allem ehrenamtliche Unterstützuzung gebraucht. Denn das Standbein der AWO sei zwar der Seniorentreff. „Wir sind aber viel mehr“, berichtet Peter Zwillling und nennt die Behindertenhilfe, den neuen ALTERnativ-Chor, das Kulturbistro, die neue Demenzgruppe, das Engangement von ZWAR im Haus und mehr. Für den rollenden Mittagstisch hat die AWO übrigens neues umwelfreundliches Geschirr angeschafft. Noch eine Investition von 1.200 Euro, wie Conny Weimer berichtet.

„Für viele neue Ideen brauchen wir vor allem neue Ehrenamtliche“, sagt Peter Zwilling. Und er hofft, dass die Generation der Babyboomer, die jetzt in Ruhestand gehe, den Weg zu einem Engagement bei der AWO findet. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail wenden an: info@awo-wuelfrath.de. hjk