Zwischen Draht und Stahl: Wirtschaftsfrühstück bei Vitz Federn

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Geschäftsführer Michael Vitz (vorne) mit den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks beim Betriebsrundgang. Foto: Schlüsselregion/A. Roth
Geschäftsführer Michael Vitz (vorne) mit den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks beim Betriebsrundgang. Foto: Schlüsselregion/A. Roth

Velbert. Die Firma Johann Vitz, in der Region als „Vitz Federn“ bekannt, war Gastgeber für das Wirtschaftfrühstück der Schlüsselregion. Rund 70 Personen nahmen teil, informierten sich über den Betrieb und erhielten bei einem Fachvortrag informationen über die aktuelle Lage bei der Energieversorgung in der Industrie.

Die Firma Vitz Federn wurde 1908 gegründet und ist bis heute familiengeführt. Neben Federn werden auch Stanz- und Biegeteile produziert. Die Teile kommen laut Michael Vitz, Geschäftsführer von Vitz Federn, in erster Linie in der Automobilindustrie zum Einsatz. Aber auch in Alltagsgegenstände können man Vitz-Produkt wiederfinden, etwa in Staubsaugern, Küchenmaschinen oder Fahrradgepäckträgern.

„Unsere Teile werden aus Bandstahl und Draht hergestellt und wir bedienen Kunden aller Industriezweige“, so Michael Vitz. „Das erlaubt uns viel Flexibilität.“ Auch eine eigene Software hat das Unternehmen entwickelt. „Sie dient zur Federberechnung und wird bei unseren Kunden angewendet,“ berichtete Michael Vitz den Gästen des Wirtschaftsfrühstücks. Sein Unternehmen ist seit 15 Jahren Mitglied der Schlüsselregion.

Auch der Vortrag von Dr. Kai-Uwe Dettmann von den Velberter Stadtwerken zur aktuellen Situation am Strom- und Gasmarkt für die Industrie stieß auf großes Interesse und regte zur Diskussion an.

Der abschließende Betriebsrundgang erlaubte einen spannenden Eindruck in die Produktion von Vitz Federn. Im Werkzeugbau, wo die benötigten Werkzeuge selbst hergestellt und instandgehalten werden, kommt es auf das kleinste Detail an. Jedes Einzelteil wird mit größter Genauigkeit hergestellt, damit am Ende alles an seinem Platz ist und funktioniert.

Auch in der Stanzerei ist Präzision gefragt, wenn Materialen verarbeitet werden, die eine Stärke von einem Blatt Papier haben.

Bei der 100-Prozent-Prüfung werden verformte Teile aussortiert. Dabei vergleicht eine Kamera den Soll- und Ist-Zustand eines jeden Teils und erkennt zufällige Fehler, die im Produktionsprozess entstanden sind.