Konferenz: Schulsystem seit Jahrzehnten unterfinanziert

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Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet.
Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild

Dortmund (dpa/lnw) – Die Landeselternkonferenz (LEK) sieht eine langjährige Unterfinanzierung des Schulsystems als Mitgrund für das zunehmend schwache Abschneiden von Grundschülern in NRW bei Deutsch und Mathe. Im bundesweiten Vergleich sei das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen schon seit Jahrzehnten unterfinanziert, kritisierte die LEK in Dortmund. Eine Studie hatte offengelegt, dass Viertklässler in NRW in ihren Deutsch- und Mathe-Kompetenzen im Fünf-Jahres-Vergleich deutlich zurückgefallen sind.

Beim Lesen schafft inzwischen etwa jeder Fünfte nicht den Mindeststandard, mit der Rechtschreibung hat jeder dritte Viertklässler erhebliche Probleme, wie die vor Kurzem präsentierte repräsentative Länderstudie ergeben hatte. Die LEK sprach von einer «Bildungskrise».

Es zeige sich auch, dass die Bildungsschere zwischen Kindern aus privilegierten und benachteiligten Familien noch weiter auseinander gehe. «Kinder, die gefährdet sind, abgehängt zu werden», müssten schon ab Kita-Alter in den Kernkompetenzen gefördert werden, verlangte der Verband.

Zudem seien Üben und Lernbegleitung im Grundschul-Ganztag von großer Bedeutung. Die hier betreuend tägigen Menschen sollten fortgebildet werden, um «nachrangige pädagogische Unterstützung» vor allem für Jungen und Mädchen aus nicht-privilegiertem Umfeld zu leisten, forderte der LEK-Vorstand. Lehrkräfte müssten dringend von administrativen Aufgaben entlastet werden, um sich auf den Unterricht konzentrieren zu können.

Es brauche klare Rahmenkonzepte – eine «Flickschusterei mit immer neuen Förderprogrammen» sei nicht hilfreich.