Cannabis-Plantagen in Wuppertal und Hückeswagen ausgehoben

75
Eine Cannabispflanze blüht.
Eine Cannabispflanze blüht. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Polizisten haben in Wuppertal und Hückeswagen zwei große Cannabis-Plantagen entdeckt. Insgesamt fast 2300 Pflanzen und 21 Kilogramm Marihuana seien beschlagnahmt worden, teilte die Polizei in Düsseldorf am Dienstag mit. Mehr als 100 Polizisten seien im Einsatz gewesen, um zehn Objekte in Wuppertal, Hückeswagen und Düsseldorf zu durchsuchen.

Die Festnahme des 44-jährigen Hauptverdächtigen sei von Spezialeinheiten erfolgt. Gegen ihn habe ein Haftbefehl vorgelegen. Die Ermittlungen seien durch einen Hinweis französischer Behörden ins Rollen gekommen, sagte Staatsanwalt Julius Sterzel. Dort sei es gelungen, ähnlich wie bei Encrochat die verschlüsselte Krypto-Kommunikation von Sky ECC zu entschlüsseln.

In Wuppertal-Barmen wurde eine professionelle Plantage mit 1160 erntereifen Pflanzen entdeckt. Bei der Durchsuchungsaktion hätten fünf Männer versucht, durch eine Dachluke auf ein Nachbardach zu flüchten. Alle seien festgenommen worden. In Hückeswagen stießen die Ermittler auf eine ähnlich große Plantage mit 1120 Pflanzen. Vor Ort sei ein 18-Jähriger festgenommen worden.

In der Wuppertaler Wohnung eines 27-Jährigen seien Vakuumbeutel mit 21 Kilogramm Marihuana sichergestellt worden. Sieben Beschuldigte wurden festgenommen und sollten Haftrichtern vorgeführt werden. Der jährliche Stromverbrauch zum Betrieb der illegalen Plantagen habe es in sich: Er entspreche dem von 300 Zwei-Personen-Haushalten.