Mord im Wohnzimmer: Angeklagter schweigt bei Prozessauftakt

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Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Dortmund (dpa/lnw) – Rund sechs Monate nach dem Fund einer Männerleiche in einer Dortmunder Wohnung muss sich ein 22-jähriger Mann seit Dienstag vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 23. April 2022 einen flüchtigen Bekannten erstochen zu haben. Zum Prozessauftakt am Dortmunder Landgericht hat sich der Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Anklage lautet auf Mord.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das spätere Opfer im Wohnzimmer auf der Couch saß und telefoniert hat, als der deutsche Angeklagte zum Messer griff. Die Ärzte hatten später schwere Stichverletzungen festgestellt – in den Nacken, in den Hals und in die Brust. Ein Stich war laut Anklage elf Zentimeter tief in den Hals eingedrungen und hatte die Halsschlagader durchtrennt. Ein anderer verletzte die Wirbelsäule. Der 21-Jährige hatte keine Chance. Er verblutete.

Die Tat war in der Wohnung der Lebensgefährtin des Dortmunder Angeklagten passiert. Das spätere Opfer soll dabei völlig überrascht worden sein. Die Hintergründe sind unklar. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Ende November zu rechnen.