Brandrisiko: Verkehrs-Betriebe müssen rund 30 Bahnen stoppen

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Feuerwehrleute stehen während Löscharbeiten im U-Bahnhof Ebertplatz.
Feuerwehrleute stehen während Löscharbeiten im U-Bahnhof Ebertplatz. Foto: Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

Köln (dpa/lnw) – Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) müssen rund 30 Bahnen einer Verkehrsflotte des öffentlichen Nahverkehrs aus dem Betrieb nehmen. Fahrgäste werden dies deutlich merken. Hintergrund sei ein «mittleres Brandrisiko» bei einer Fahrzeugserie, teilten die KVB am Mittwoch mit. Dies sei bei Untersuchungen an der Flotte festgestellt worden. Die Bahnen müssten daher von Donnerstag an aus dem Verkehr gezogen werden.

Hintergrund der Überprüfung war den Angaben zufolge ein Brand, der sich Anfang Oktober in der Kölner U-Bahn-Station Ebertplatz ereignet hatte. Dort seien nach ersten Erkenntnissen Bremswiderstände Auslöser des Feuers gewesen. Daraufhin wurden, wie die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks erklärte, einige Fahrzeuge noch einmal überprüft, «um auf Nummer sicher zu gehen, dass es ein Einzelfall war».

Bei den Überprüfungen sei dann jedoch ein «mittleres Brandrisiko» der Serie festgestellt worden. Zwar liege ein endgültiges Gutachten noch nicht vor. Aber die betroffenen Fahrzeuge sollen laut Haaks nun aus dem Verkehr gezogen werden. «Es ist vorgesehen, dass eine neue Software aufgespielt wird, die das ganze steuert», erklärte sie. Die neue Software soll das Brandrisiko dann aufheben.

Fahrgäste müssen sich nun vorerst bis zum 5. November auf längere Wartezeiten bei den Linien 3, 5 und 13 einstellen. Beim Fußballspiel des 1. FC Köln am kommenden Sonntag wird jedoch laut KVB die Linie 13 in doppelter Taktung fahren.