Kultur-Akteure feiern Landesförderprogramm in Langenberg

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Ministerin Ina Brandes vorne Mitte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zehn regionalen Kulturbüros. Foto: RKP/Foelting
Ministerin Ina Brandes vorne Mitte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zehn regionalen Kulturbüros. Foto: RKP/Foelting

Velbert. Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker sowie Landeskulturfördernde aus ganz NRW haben das erfolgreiche Landesförderprogramm gefeiert. Das Historische Bürgerhaus in Velbert-Langenberg bot dazu den angemessenen Rahmen.

NRW-Kulturministerin Ina Brandes begrüßte die rund 150 Gäste aus Politik, Kulturverwaltung, -institutionen und den Gremien der zehn Kulturregionen. Ina Brandes lobte deren langjährige Arbeit, die gewährleistet, dass die Fördermittel aus dem Regionalen Kultur Programm NRW in Projekte fließen, die für die einzelnen Regionen sinnvoll und wertschöpfend sind. Die Kulturministerin verwies in ihrer Rede auf das Kulturgesetzbuch, in dem dieses in Deutschland einzigartige Förderprogramm festgeschrieben ist und damit verlässlich weitergeführt wird.

Im Zuge einer aktuellen Evaluierung sei das Regionale Kultur Programm NRW mit einer „Eins mit Sternchen“ bewertet worden. Denn in der einzigartigen Ausrichtung des Programms auf Kooperation läge auch in der derzeitigen Krise eine Chance: „Wir sind nur dann gut, wenn wir uns vernetzen und gemeinsam Stärken entwickeln“, so Ministerin Brandes.

Im Bergischen Land wird u.a. durch dieses Förderprogramm das jährliche Musikfestival „Viertelklang“ in den Städten Wuppertal, Remscheid, Heiligenhaus und Velbert realisiert. Mit dem ebenfalls geförderten Angebot „KulturScouts“ haben Schulklassen der Sekundarstufe I die Möglichkeit, Kulturangebote im gesamten Bergischen Land unentgeltlich zu besuchen.

Der gewinnbringende Nutzen von Kooperationen wurde auch in den folgenden drei Talkrunden immer wieder betont. Kulturakteurinnen und -akteure aus allen zehn Kulturregionen diskutierten über die Erfolge des Programms, die Bedeutung von Netzwerken, Herausarbeitung regionaler Stärken und über mögliche zukunftsorientierte Weiterentwicklungen des Programms. „Gemeinsam nachhaltig weiter“ und „noch mehr Agilität“ – so der Tenor der Abschlussrunde.

Künstlerische Beiträge kamen vom MNEME-Kollektiv aus dem Münsterland, Charles Petersohn und Band aus Wuppertal, Filmemacher Magnus Krenz aus Bielefeld mit einem lebendigen und einer Prise Humor versehenen Filmclip über die zehn Kulturregionen. Zehn Poetry-Slammerinnen und – slammer aus zehn verschiedenen Städten der einzelnen Kulturregionen beschrieben wortgewaltig und gefühlvoll ihre eigene Region als individuelle Wohnung mit eigenem Charme im gemeinsamen Haus Nordrhein-Westfalen. Für das Bergische Land war Anna-Lisa Tuczek aus Wuppertal auf der Bühne.

Der Festakt führte die Akteurinnen und Akteure zusammen, die vor 25 Jahren das RKP – Kultur Programm NRW (damals noch unter dem Namen „Regionale Kulturpolitik NRW“) auf den Weg gebracht haben sowie diejenigen, die das Programm heute auf dem Weg in die Zukunft begleiten. Die Gespräche und das Netzwerken am Rande waren eine der informellen Programmpunkte, die den Kern des RKP ausmachen.

Die Geschäftsstelle des regionalen Kultur Programms für das Bergische Land ist in Mettmann und dort bei der Kreisverwaltung Mettmann angeschlossen. Kulturschaffende können sich dort zu Fördermöglichkeiten ihrer geplanten Kunst- und Kulturprojekte beraten lassen.