„Wir für die Ukraine“ sammelt für nächsten Hilfstransport

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Viele Kisten voll mit Spenden haben die Engagierten durch vorherige Transporte in die Ukraine geschafft. Foto: privat
Viele Kisten voll mit Spenden haben die Engagierten durch vorherige Transporte in die Ukraine geschafft. Foto: privat

Wülfrath. Die private Initiative von Inna Klod-Schlieper und Oliver Schlieper aus Wülfrath bereitet den inzwischen fünften Hilfstransport in die Ukraine vor und bittet wieder um Sach- und Geldspenden.

„Benötigt wird alles, was den Menschen in dem von Wladimir Putin sinnlos vom Zaum gebrochenen Krieg in der Ukraine das Leben ein wenig einfacher machen kann und ihnen zeigt, dass wir, die wir im relativen Wohlstand trotz der Energiekrise leben, sie nicht vergessen,“ so Oliver Schlieper. Und Inna Klod-Schlieper, deren Familie in der Ukraine lebt, ergänzt:“ Wir wollen versuchen, das schlimme Elend ein wenig erträglicher zu machen, und dabei sind wir auf die Solidarität und die Spendenbereitschaft der Menschen aus unserem Umfeld und aus Wülfrath angewiesen.“

Neben den „normalen Dingen zum Leben“ werden insbesondere benötigt:

  • Verbandstaschen und -kästen, auch abgelaufene PKW-Verbandskästen helfen!
  • Verbandsmaterial jeglicher Art
  • Alle Arten von Medikamenten, auch solche, deren MHD max. 1 Jahr abgelaufen ist
  • Schmerzmittel, Spritzen, Kanülen, Infusionen, Infusionsbestecke
  • Blutdruckmessegräte, Blutzuckermessgeräte, Fieberthermometer
  • Schlafsäcke, Isomatten, Decken, Zelte
  • Taschenlampen, Stirnlampen, Batterien
  • Pampers (Baby), warme Babybekleidung, Babynahrung
  • Kerzen, Streichhölzer, Campingkocher
  • Haltbare und leicht aufwärmbare Lebensmittel wie Konserven, Reis, Nudeln, Fertiggerichte,
  • Power-Riegel, Schokolade, Kekse
  • Warme Kleidung, Handschuhe, Schals, Mützen, Thermowäsche, Thermokleidung, warme Socken, Fleecepullover

Auch Geldspenden werden angenommen, da die kostenfrei zur Verfügung gestellten Transportfahrzeuge betankt werden müssen – „und auch an den Grenzen öffnen ein paar Euro so manchen Schlagbaum etwas schneller“, so die Engagierten.

Insgesamt konnte die private Initiative „Wir für die Ukraine“ von Inna und Oliver Schlieper dank der großen Spendenbereitschaft bisher 15 Transporter voll mit dringend benötigten Hilfsgütern in die Ukraine schicken.

„An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Spendern und Sponsoren bedanken, die diese Hilfstransporte überhaupt möglich gemacht haben“, so Inna Klod-Schlieper. Auch der Bürgerverein Wülfrath-Düssel rührt unter seinen Mitgliedern kräftig die Werbetrommel, um weitere Sach- und Geldspenden zu generieren.

Udo Switalski, Beisitzer im Vorstand des Bürgervereins und mehrfacher Teilnehmer der Hilfstransporte: „Es ist überwältigend, mit welcher Dankbarkeit die Ukrainer auf unsere Hilfstransporte reagieren und uns mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft bei unserem dreistündigen Aufenthalt begegnet sind.“

Es habe sich mit zunehmender Dauer des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine jedoch auch gezeigt, dass die Spendenbereitschaft etwas abnimmt, so die Akteure.

„Wir für die Ukraine ist als private Initiative ohne staatliche oder öffentliche Unterstützung dringend auf die private Hilfe und die Solidarität der Wülfrather Bevölkerung angewiesen“, so Inna Klod-Schlieper, „aber die Dankbarkeit in den Augen meiner Landsleute lässt uns nicht ruhen, die Menschen in der Ukraine, die letztendlich auch für unsere Freiheit kämpfen und Putin die Stirn bieten, weiter zu unterstützen“.

Thomas Kaulfuß, Vorsitzender des BV Düssel, ergänzt: „Es ist für uns als solidarisch handelnder Bürgerverein selbstverständlich, dass wir uns für die Menschen in der Ukraine, die ohne eigenes Zutun in große Not geraten sind, engagieren und unsere Mitglieder bitten, „Wir für die Ukraine“ tatkräftig zu unterstützen.“

Die Spenden können werktags ab 18 Uhr bei Inna und Oliver Schlieper abgegeben werden: Zur Löckerheide 20, 42489 Wülfrath. Es empfiehlt sich aber, sich vorher telefonisch anzukündigen: 0177 3848392.