Hessische Behörde ermöglicht Import von Brautstrauß

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Gießen/Soest (dpa) – Der sogenannte Pflanzenschutzdienst Hessen hat einem Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen geholfen, einen Brautstrauß aus den Vereinigten Staaten mit nach Deutschland zu bringen. Die Frischvermählten aus Soest hatten sich zuvor auf dem Rockefeller Center in New York das Ja-Wort gegeben, wie das Regierungspräsidium (RP) Gießen am Donnerstag mitteilte. Als Andenken wollte das Ehepaar den Rosen-Strauß mit in die Heimat nehmen. Doch die Einfuhr von Pflanzen aus Nicht-EU-Staaten ist eingeschränkt. «Ohne Pflanzengesundheitszeugnis läuft da nichts», erklärte das RP. Dieses Dokument bescheinige, dass die Importware frei von Krankheiten und Schädlingen sei.

Dass das Ehepaar den Strauß nicht einfach mitnehmen kann, wusste auch der Mann aus Soest, der den Angaben zufolge selbst in einem Orchideenbetrieb arbeitet. Weil sein Flieger in Frankfurt landen sollte, kontaktierte er den Pflanzenschutzdienst Hessen. Und dort stand die Entscheidung laut Mitteilung schnell fest. «Dem geringen Risiko stand ein hoher emotionaler Wert gegenüber», sagte Andreas Scharnhorst vom Pflanzenschutzdienst. Er arbeitet seit 20 Jahren bei der Behörde und untersucht am Frankfurter Flughafen die Lieferungen von Händlern oder Koffer von Reisenden auf Pflanzenschädlinge. Beim Brautstrauß habe nur ein geringes Risiko vorgelegen, weil die Rosen ohnehin getrocknet seien und die eigenen vier Wände des Paares nicht verlassen würden. Der Mitarbeiter des Pflanzenschutzdienstes stellte schließlich eine Einfuhrgenehmigung aus – zur großen Freude des Paares.