Schüsse nach Tankbetrug: Mann nach zwei Wochen geschnappt

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Marienheide/Hagen (dpa/lnw) – Nach zwei Wochen Fahndung hat die Polizei den Mann erwischt, der in Hagen nach einem Tankbetrug geflüchtet und dabei von einer Beamtin beschossen worden ist. Der 28-Jährige sei am Freitagmorgen in Marienheide (Oberbergischer Kreis) festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Laut den Ermittlern war er Ende Oktober nach dem Tanken einfach davongefahren, ohne zu bezahlen. Als ihn ein Polizist entdeckte, gab er Gas. Die Beamten versuchten, ihn mit einem quergestellten Streifenwagen aufzuhalten. Der Tatverdächtige soll aber gezielt auf eine Polizistin zugefahren sein, die zweimal schoss. Der Mann entkam.

Ob die Schüsse ihn oder das Fahrzeug trafen, ging aus der Mitteilung der Ermittler vom Freitag nicht hervor. Einige Tage nach der Tat habe man das Fluchtauto in Hagen entdeckt, hieß es. Durch eine umfangreiche Spurenauswertung sei dann der 28-Jährige aus Gummersbach ermittelt worden. Es sei Haftbefehl wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Betrugs erlassen worden. Wegen des Zufahrens auf die Polizistin wird außerdem wegen des Vorwurfs eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.