33 Opfer durch Polizeischüsse in zehn Jahren

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Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel.
Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – In den vergangenen zehn Jahren haben Polizeikräfte in Nordrhein-Westfalen 157 Mal gegen Menschen geschossen. 33 Menschen wurden dabei tödlich verletzt, hieß es in einem Bericht des Innenministeriums an den Landtag am Mittwoch. Demnach seien die Zahlen im Vergleich zum Einsatzaufkommen sehr gering: Seit 2012 habe es 51 Millionen Einsätze gegeben.

Anlass für die Auswertung für den Landtag waren umstrittene Einsätze der vergangenen Monate, darunter die tödlichen Schüsse auf einen 16-Jährigen in Dortmund. In diesem Fall laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch.

Laut dem Bericht an den Innenausschuss des Landtags kam es dieses Jahr bislang 20 Mal zu Polizeischüssen gegen Menschen, vier davon starben. Vergangenes Jahr gab es drei Todesfälle, 2020 vier und 2019 fünf.