Metaller Warnstreiks: Gewerkschaft droht mit Verschärfung

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Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie protestieren mit einem Warnstreik.
Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie protestieren mit einem Warnstreik. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) – Die IG Metall NRW hat im aktuellen Tarifstreit der Metall- und Elektrobranche erneut mit einer Verschärfung ihrer Streikaktionen gedroht. Am Donnerstag müsse in Baden-Württemberg eine Lösung her, «sonst eskaliert der Konflikt», sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer Knut Giesler am Mittwoch in Köln laut einer Mitteilung der Gewerkschaft. Bei der fünften Verhandlungsrunde im Bezirk Baden-Württemberg könnte es am Donnerstag einen Pilotabschluss geben, der dann die Grundlage für Abschlüsse in den anderen deutschen Tarifbezirken bilden würde.

An Warnstreiks in NRW beteiligten sich am Mittwoch laut IG Metall rund 15.000 Beschäftigte aus 133 Betrieben. Seit Ende der Friedenspflicht Ende Oktober hätten sich damit in NRW insgesamt knapp 106.000 Beschäftigte aus über 900 Betrieben an Warnstreiks beteiligt, hieß es. In NRW sind in der Branche rund 700.000 Menschen beschäftigt.

Die Gewerkschaft kündigte für Donnerstag weitere Warnstreiks in landesweit mehr als 70 Betrieben an. Bei einer Kundgebung in Dortmund will der Erste IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann zu den Beschäftigten reden. Vorangehen soll eine Demonstration mit Beschäftigten aus 20 Betrieben.

Die Arbeitgeber hatten in den bundesweit regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die IG Metall verlangt für einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft acht Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten.