Unbekannte Spuren an Leiche: DNA-Untersuchungen

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Ein Schild mit der Aufschrift
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Hagen (dpa/lnw) – Im Fall des im März 2021 in Hagen getöteten Altmetallhändlers könnte es weitere Beteiligte gegeben haben, die nun mithilfe von DNA-Proben ermittelt werden sollen. Zwar sitzen drei dringend Tatverdächtige in Untersuchungshaft, an der Leiche des Mannes wurden aber Spuren gefunden, die zu keinem von ihnen passen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mitteilten.

Nun planen die Ermittler eine DNA-Reihenuntersuchung bei einem begrenzten Personenkreis: Männer, die in der Vergangenheit Kontakt zu den bislang bekannten Tatverdächtigen hatten, seien um Abgabe einer Speichelprobe auf freiwilliger Basis gebeten worden, hieß es. Sollten die Proben nicht mit den sichergestellten Spuren übereinstimmen, würden sie sofort vernichtet.

Seit September 2022 sitzen zwei Männer im Alter von 35 und 36 Jahren und eine 29-jährige Frau wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes in Untersuchungshaft. Sie stammen aus Hagen oder hielten sich längere Zeit in der Stadt auf. Ein ursprünglich ebenfalls inhaftierter 42-Jähriger wurde wieder freigelassen, nachdem sich bei weiteren Ermittlungen kein dringender Tatverdacht mehr ergab.