Hohe Energiepreise: Sparen in Büro und Homeoffice

32
Im Büro oder am heimischen Arbeitsplatz lässt sich mit einigen Tipps Energie sparen. Foto: VZ NRW/adpic
Im Büro oder am heimischen Arbeitsplatz lässt sich mit einigen Tipps Energie sparen. Foto: VZ NRW/adpic

Düsseldorf. Wer beruflich zwischen Büro und Homeoffice pendelt, kann mit den richtigen Maßnahmen in beiden Arbeitsumgebungen effektiv Strom- und Heizkosten sparen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps. 

Die Folgen der Corona-Pandemie haben in einigen Berufsfeldern den Arbeitsalltag nachhaltig verändert. Der regelmäßige Wechsel von Präsenztagen im Büro und mobilem Arbeiten von Zuhause ist für viele Arbeitnehmer das neue Arbeitsmodell.

Anlässlich der Energiekrise ist dabei das Sparen von Strom- und Heizkosten allgegenwärtig. „Viele Maßnahmen, die Verbraucherinnen und Verbraucher bei der mobilen Arbeit im eigenen Haushalt umsetzen können, lassen sich problemlos bei Präsenztagen im Büro anwenden“, sagt Gerhild Loer, Energieexpertin von der Verbraucherzentrale NRW. „Zuhause im Homeoffice liegt das Energiesparen zwar mehr in der Eigenverantwortung der Berufstätigen. Aber auch im Büro sorgen einfach umsetzbare Routinen für einen geringeren Energieverbrauch“.

Dazu hat die Verbraucherzentrale NRW vier Tipps zusammengestellt:

Stromsparen bei elektrischen Geräten

Hält man sich längere Zeit nicht am Arbeitsplatz auf, lohnt es sich den Laptop in den Energiespar- oder Ruhemodus zu versetzen. Geräte wie Monitore oder Drucker sollten nach Arbeitsende komplett ausgeschaltet werden. Bleiben diese im Stand-by-Modus, verbrauchen sie unnötig Strom.

Eine kluge Anschaffung sind abschaltbare Steckdosenleisten. Mit diesen lassen sich per Schalter ungenutzte Geräte und Netzteile in einem Schritt ausschalten. Zuhause lässt sich nachts der WLAN-Router ausschalten, um die Stromkosten gering zu halten.

LED-Lampen einsetzen und Licht in ungenutzten Räumen ausschalten

Bei der Beleuchtung im Homeoffice ist es sinnvoll, Glüh- und Halogenlampen durch sparsame LED zu ersetzen. Sie verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom und sind in allen Fassungen und Formen erhältlich.

Das Licht in ungenutzten Räumen ausgeschaltet zu lassen und nur anzuschalten, wenn die Räumlichkeiten genutzt werden, spart einfach Energie. Zuhause ist es dabei offensichtlich, wo Licht gebraucht wird. Im Büro finden sich oft Lichtquellen in Aufenthaltsräumen wie der Teeküche oder Druckerräumen, die während des Arbeitstages unnötig Strom verbrauchen, wenn sie nicht betreten werden.

Heizung im Griff haben

Bei reiner Bildschirmarbeit sollte die Temperatur 19 bis 20 Grad betragen. Dabei steht das Heizungsthermostat auf Stufe 2 bis 3. Herrschen draußen winterliche Temperaturen, ist es sinnvoll im Büro die Heizung zum Arbeitsende nicht komplett auszuschalten.

Das Aufheizen dauert am nächsten Arbeitstag zu lange und die Räume kühlen stark aus. Stellt man das Thermostat nach getaner Arbeit auf Stufe 1, beugt man vor und spart langfristig Heizenergie. Im Homeoffice bietet sich der Einsatz von programmierbaren Heizthermostaten an. Mit diesen kann man die gewünschte Temperatur voreinstellen und den Zeitraum wählen, in dem der mobile Arbeitsplatz beheizt werden soll.

Klug lüften und unbeheizte Räumen geschlossen halten

Sowohl im Büro als auch im mobilen Arbeiten zuhause lassen sich kurze Arbeitspausen zum Stoßlüften der Räumlichkeiten nutzen. Das Lüften bei geöffneten Fenstern ist weitaus energiesparender, als diese länger auf Kipp zu stellen. Die Möbel und Wände kühlen nicht dauerhaft aus und die Luft in den Räumen wird komplett ausgetauscht.

Wichtig beim Stoßlüften: die Heizung währenddessen ausstellen. Sind im Büro Lüftungsanlagen vorhanden, sollten die Fenster immer geschlossen bleiben. Dies gilt ebenso für Türen von unbeheizten Räumen wie Lagerflächen, Küche oder Fluren. Für Büro und Homeoffice gilt gleichermaßen, dass die Heizkörper frei stehen sollten und insbesondere keine Möbel die Heizung verdecken.

Tipps zum Heizenergie sparen oder Strom sparen gibt es online auf der Webseite der Verbraucherzentrale NRW.