Stadt muss für umstürzenden Weihnachtsbaum zahlen

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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Stadt Düsseldorf muss für den Schaden aufkommen, den ein umstürzender Weihnachtsbaum an Heiligabend im Jahr 2013 angerichtet hat. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Freitag entschieden.

Der Baum war auf der Einkaufsmeile Königsallee durch eine Windböe umgerissen worden und hatte eine Kurierfahrerin vor neun Jahren schwer verletzt. Sie erlitt einen komplizierten Beinbruch. Es folgt ein jahrelanger Rechtsstreit.

Die Stadt sei verpflichtet gewesen, den Baum sicher aufzustellen, befand das Gericht nun in zweiter Instanz. Der Baum war bereits 19 Tage vor dem Unfall umgefallen und danach wieder aufgestellt worden.

Die Stadt hatte argumentiert, nicht ihre Mitarbeiter, sondern die eines Einkaufscenters hätten den Baum nach dem ersten Umstürzen wieder aufgestellt – und das offensichtlich nicht sicher genug.

Das sah das Gericht anders: Den Zeugen zufolge seien es doch eher städtische Mitarbeiter gewesen, die den Baum wieder aufgestellt hätten.