Totes Baby in Geflüchtetenunterkunft: Ermittlung eingestellt

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Ein Schild mit der Aufschrift
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Ein halbes Jahr nach dem Fund eines toten Babys in einer provisorischen Flüchtlingsunterkunft in Köln hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Die Mutter des Neugeborenen habe nicht ausfindig gemacht werden können, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Trotz umfangreicher rechtsmedizinischer Untersuchungen habe nicht geklärt werden können, ob der Säugling bei der Geburt gelebt hat und woran er gestorben ist. Konkrete Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung hätten sich nicht ergeben. Zuvor hatte die «Kölnische Rundschau» berichtet.

Das tote Baby war im Mai in der vorläufigen Unterkunft für ukrainische Geflüchtete auf dem Kölner Messegelände gefunden worden. Reinigungskräfte hatten es in einer Toilettenkabine entdeckt, wo es hinter einer Deckenplatte versteckt war.