Händetrockner, Aufzug, Display: Energiesparen in Ministerien

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Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW spart an Strom und hat nur die nötigsten Lichter an.
Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW spart an Strom und hat nur die nötigsten Lichter an. Foto: Malte Krudewig/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Ministerien und die Staatskanzlei in NRW setzen neben den gesetzlichen Vorgaben auch auf kreative und teils kuriose Energiesparmaßnahmen. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Ressorts ergeben.

So sind im Justizministerium laut einem Sprecher private Ventilatoren, Heizlüfter, Luftbefeuchter, Kühlschränke und Mikrowellen verboten. Private Kaffeemaschinen und Wasserkocher dürfen weiter benutzt werden. Die Mitarbeiter seien zudem angewiesen worden, «bei jedem Verlassen des Dienstzimmers das Licht auszuschalten». Schließlich solle das Personal nach Möglichkeit nicht die Aufzüge benutzen, sondern die Treppe nehmen.

In den Teeküchen des Wirtschaftsministeriums wurde laut einem Sprecher die Hälfte der Kühlschränke abgeschaltet. Am Wochenende werde die Heizung im ehemaligen Mannesmann-Haus abgedreht. Im Gesundheitsministerium hieß es, dass sich unter anderem die Bildschirmschoner der Computer und die Displays der Telefone abschalten, wenn sich länger nichts tut.

Das Finanzministerium hat nach eigenen Angaben die elektrischen Händetrockner in den Toilettenräumen «aus der Nutzung genommen». Homeoffice ist an jedem Arbeitstag erlaubt. Der Betreiber der öffentlichen Tiefgarage im Umweltministerium habe auf Anregung der Behörde jede zweite Lampe außer Betrieb genommen, so ein Sprecher. Im Schulministerium will man diverse Drucker aussortieren.

Im Flüchtlingsministerium sind private Elektrogeräte laut einer Sprecherin verboten. Das Wissenschaftsministerium teilte mit, dass man Heizkörper mit «intelligenten digitalen Thermostaten» ausstattet. Das Landwirtschaftsministerium hat – wie quasi alle Ressorts – nach eigenen Angaben das warme Wasser in den Waschräumen abgestellt.

Die Staatskanzlei von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wird zurzeit aufwendig saniert, was man laut einem Sprecher für viele Energiesparmaßnahmen nutzt: So werde die Warmwasser-Versorgung erneuert, eine Solaranlage komme aufs Dach und die Heizung werde modernisiert. Das ist auch im Heimatministerium geplant.

Am wenigsten erfährt man über die Energiesparmaßnahmen im Innenministerium: Da es sich um eine Sicherheitsbehörde handele, würden «viele Informationen der Geheimhaltung unterliegen», hieß es dort.