[Leserbrief] A44-Lückenschluss: „eine nicht begreifbare Schande“

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Hinweis: Leserbriefe stellen keine redaktionelle Meinungsäußerung dar, dürfen gekürzt und online veröffentlicht werden - notwendig sind die Angabe von Name und Wohnort. Beides liegt der Redaktion vor. Bild: pixabay
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Als Reaktion auf einen Artikel über den sogenannten Lückenschluss auf der A44 hat die Redaktion eine Lesermeinung erreicht.

Horst Braun aus Heilgenhaus schreibt:

Ich bin im Jahre 1973 Bürger von Heiligenhaus geworden. Ein Grund für unsere Ortswahl war die schon damals in Aussicht gestellte Anbindung des Ortes an die A 44 und die dadurch gewährleistete schnelle Verbindung zum Flughafen Düsseldorf, die für mich beruflich sehr wertvoll gewesen wäre.

Auf diesem Hintergrund ist es für mich ein Witz, wenn nun in einer zaghaften Verlautbarung von Wirtschaft und Politik des Raumes Velbert – Heiligenhaus – Ratingen die Schließung der Lücke zwischen Heilgenhaus und Ratingen-Ost möglichst noch vor 2025 verlangt wird.

Die Situation ist eine nicht begreifbare Schande für das Funktionieren der Entscheidungsprozesse im öffentlichen Raum, eine maßlose Verschwendung öffentlicher Gelder, eine Zumutung für alle Bürger, die in diesem Raum unterwegs sein müssen, und eine zusätzliche Belastung für die Umwelt. Es kommt hinzu, dass demnächst auch die Umgehungsstraße im Raume Hofermühle zur Baustelle werden soll, und man fragt sich, wie das vor der Fertigstellung der Autobahn gehen soll.

Natürlich stellt sich die Frage nach den Verantwortlichen. Dazu gehört sicherlich unser derzeitiger Ministerpräsident Wüst, der von 2017 bis 2021 Verkehrsminister des Landes NRW war, aber schon zu der Zeit war das Projekt ja völlig verspätet und verfahren, nur muss man feststellen, dass auch er kein Tempo in die Sache gebracht hat.

Vielleicht sollte man ihn einschalten, damit nun schnellstens die Fertigstellung, für die ja wohl alle Pläne bis ins Detail vorliegen müssen, erfolgt, aber dazu braucht es massiveren Druck über alle verfügbaren Kanäle.

Die A 44 scheint allerdings insgesamt unter keinem glücklichen Stern zu liegen, wenn man den Baufortschritt in Hessen, östlich von Kassel betrachtet.

Informationen zum Thema finden sich unter anderem hier: