Elefantenjunge Tsavo eingeschläfert: Tetanus vermutet

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Der Elefantenjunge Tsavo steht nach seiner Geburt im Gehege des Wuppertaler Zoos.
Der Elefantenjunge Tsavo steht nach seiner Geburt im Gehege des Wuppertaler Zoos. Foto: Fabian Strauch/epa Scanpix Sweden/dpa/Archivbild

Wuppertal (dpa/lnw) – Nach dem Tod des jungen Elefantenbullen Tsavo im Wuppertaler Zoo gehen die Tierärzte von einer Tetanus-Infektion aus. Wundstarrkrampf sei aufgrund der Symptome die wahrscheinlichste Ursache, sagte ein Sprecher des Zoos am Dienstag auf Anfrage. Klarheit soll eine Untersuchung des Körpers in der Tier-Pathologie der Uni Gießen ergeben. Ergebnisse würden in einer Woche erwartet.

Gegen Tetanus gebe es keine Heilung und auch keinen für Elefanten zugelassenen Impfstoff. «Es ist nicht üblich zu impfen, weil es europaweit noch keinen Tetanus-Fall bei Elefanten gab», sagte Verwaltungsdirektor Jochen Witjes. Tsavo war am Sonntag eingeschläfert worden – zwei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome. Der Jungbulle wurde nur zwei Jahre und acht Monate alt.

Am vergangenen Freitag hatte Tsavo Probleme mit der Körperhaltung bekommen. Am Wochenende hatte sich sein Zustand dramatisch verschlechtert. Er war von Krämpfen geplagt. Nicht ausgeschlossen werden könne derzeit weiterhin eine Infektion mit einem für Elefanten spezifischen Herpesvirus. Aufgrund der Symptome sei Tetanus aber wahrscheinlicher.