Handel mit Hunderten Kilo Opium: Haftbefehle für fünf Männer

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Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei.
Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Wegen Handelns mit mehreren Hundert Kilogramm Opium hat die Polizei im Raum Köln Haftbefehle gegen vier Männer im Alter zwischen 23 und 48 Jahren vollstreckt. An der Aktion am frühen Dienstagmorgen seien rund 50 Einsatzkräfte und mehrere Spezialeinheiten beteiligt gewesen, teilte die Polizei mit. Sieben Wohnungen in Hennef, Frechen und Aachen sowie ein Imbiss in Köln seien durchsucht und Beweismaterial sichergestellt worden. Ein weiterer Haftbefehl gegen einen 37-Jährigen werde noch verkündet. Der Mann sitzt bereits seit September in Untersuchungshaft wegen Verdachts eines Tötungsdelikts. Der Verkaufswert der Drogen liege bei rund sieben Millionen Euro.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einem großartigen Ermittlungserfolg von Polizei und Staatsanwaltschaft Köln. «Die mutmaßlichen Drogenhändler sollen über eine Tonne Betäubungsmittel ins Land geschmuggelt und verkauft haben», sagte der Minister. Es sei ein Millionengeschäft, bei dem die Gesundheit der Menschen und ganze Existenzen aufs Spiel gesetzt würden. Die wachsende Zahl der Drogentoten sei ein Beleg dafür.

Die Ermittler waren durch Auswertung von Daten aus einem anderen Verfahren auf die Gruppe gestoßen. Verdeckte Ermittlungen ergaben, dass die Männer seit Anfang 2020 Drogengeschäfte in Köln und der Region abgewickelt haben sollen. Sie sollen mehrere Hundert Kilo Opium aus dem Iran und den Niederlanden nach Deutschland gebracht und verkauft haben. Auch mit kiloweise Kokain und Heroin sollen sie gehandelt haben.