[Leserumfrage] One-Love-Binde: Hätte der DFB anders handeln müssen?

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Bunten Farben sollten ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen: Der DFB stand vor einer Entscheidung. Foto: pixabay
Bunten Farben sollten ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen: Der DFB stand vor einer Entscheidung. Foto: pixabay

Der Ärger um die „One Love“-Kapitänsbinde nimmt seinen Lauf. Das Verbot durch die Fifa und die Reaktion des DFB sorgen bundesweit für Gesprächsstoff. Die spannende Frage: Wie sehen die Super-Tipp-Lesenden aus dem Kreis Mettmann die Sache?

Wie Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar scheint sich vorrangig abseits des Platzes abzuspielen, so scheint es angesichts des jüngsten Dramas um die One-Love-Kapitänsbinde zumindest. Inzwischen positionieren sich sogar Unternehmen, die dem DFB vormals als Unterstützer zu Seite standen. Rewe etwa – der Einzelhändler übt Kritik an der Entscheidung, nun doch ohne „One Love“ auflaufen zu wollen.

Der Deutsche Fußballverband macht keine glückliche Figur. Doch er steckt in einer verzwickten Situation. Erst hatte der DFB vollmundig angekündigt, mit der bunten Kapitänsbinde ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen zu wollen. So wie andere Fußballverbände auch. Eine Geldstrafe hätte man dafür in Kauf genommen.

Dann kam die FIFA, kündigte nicht nur Geldstrafen, sondern auch sportliche Sanktionen an. Nach Ansicht des Weltverbandes sei das Tragen der „One Love“-Binde ein Regelbruch. Den Kapitänen drohten Gelbe Karten direkt zum Spielbeginn. Der DFB ruderte zurück. Man zeigt sich zerknirscht, frustriert, verärgert. Die Spieler habe man letztendlich aber nicht in die Situation bringen wollen, dass sie verwarnt oder gar des Feldes verwiesen würden. Nun will man auf andere Weise ein Symbol setzen.

Hinter der Aktion „One Love“ stecken grundsätzlich mehrere Teams, nicht alle sind auch für die WM 2022 in Katar qualifiziert: die Mannschaften aus Deutschland, Norwegen, Schweden, Dänemark, England, den Niederlanden, Belgien, Schweiz, Wales sowie Frankreich setzen gemeinsam ein Zeichen.

Am Ende bleibt die Frage: Hätte der DFB anders handeln, womöglich auch sportliche Sanktionen in Kauf nehmen müssen?

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Leserumfrage: One Love

Hätte der DFB anders handeln müssen?