Hausbrand führt zu Entdeckung illegaler Cannabisplantage

10
Eine Pflanze einer Industriehanf-Sorte wird von violettem Licht beleuchtet.
Eine Pflanze einer Industriehanf-Sorte wird von violettem Licht beleuchtet. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Mönchengladbach (dpa/lnw) – Weil ein Kurzschluss in einem Haus in Mönchengladbach einen Dachstuhlbrand auslöste, hat die Polizei illegale Cannabisplantagen entdeckt. Beamte am Brandort hätten am Dienstag zunächst Menschen in dem benachbarten Mehrfamilienhaus vor dem sich eventuell ausbreitenden Feuer und der Gefahr von Rauchgasen warnen wollen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Zwar entdeckten die Einsatzkräfte im Nachbarhaus keine Personen, dafür aber eine professionell angelegte Cannabisplantage, die sich über zwei Etagen erstreckte. Auch in dem Haus, in dem es gebrannt hatte, sei nach Abschluss der Löscharbeiten eine Cannabisplantage gefunden worden, hieß es. Als ein Brandsachverständiger und Brandermittler der Kripo die Stelle am nächsten Tag nochmals genauer unter die Lupe nahmen, stellten sie einen technischen Defekt an einem Stromkabel fest, dass die Plantage mit Energie versorgte. Der dadurch ausgelöste Kurzschluss habe den Brand verursacht.

Insgesamt seien mehr als 600 Cannabispflanzen in einem geschätzten Marktwert von 100.000 Euro sichergestellt worden. Wer die Cannabisplantagen betrieb, sei noch unklar, so die Polizei.