Leckere Weihnachtskekse und Co: Backen ohne Ei oder Mehl

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Weihnachtsgebäck kann auch ohne die klassischen Zutaten gelingen. Foto: VZ NRW/adpic
Weihnachtsgebäck kann auch ohne die klassischen Zutaten gelingen. Foto: VZ NRW/adpic

Düsseldorf. Kein Ei parat? Backzutaten kann man zum Teil einfach ersetzen. Wie die spontane Weihnachtsbäckerei klappen kann , auch wenn nicht alle Zutaten vorrätig sind, verrät die Verbraucherzentrale NRW.

Zur Weihnachtszeit gehört für viele große und kleine Naschkatzen Selbstgebackenes einfach dazu. Damit der Spaß auch spontan ohne große Einkaufstour stattfinden kann, hat die Beratungsstelle Velbert der Verbraucherzentrale NRW passende Tipps zusammengestellt, wie sich fehlende Eier & Co. in Rezepten leicht ersetzen lassen.

Teilweise kann das Austauschen von Zutaten den Teig und das Ergebnis verändern, deshalb sollte man auf die Mengenangaben achten. Wer gerne experimentiert, wird aber mit gut schmeckendem Gebäck belohnt.

Eier ersetzen

Eier sind Bestandteil der meisten Backrezepte, lassen sich aber einfach im Teig ersetzen. Gut funktioniert zum Beispiel Stärke, Soja- oder Kichererbsenmehl, das mit Wasser angerührt wird. Ein bis zwei Esslöffel davon, angerührt mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser, ersetzen ein mittelgroßes Ei.

Alternativ kann man 60 Gramm Apfelmus oder eine halbe pürierte Banane nehmen, je nachdem was zum Geschmack des Gebäcks besser passt.

Wer gemahlene Lein- oder Chiasamen parat hat, kann je einen Esslöffel davon mit drei Esslöffeln Wasser vermischen und quellen lassen und so das Ei im Rezept ersetzen. Schneeweißer Zuckerkleber für das Lebkuchenhäuschen lässt sich einfach und kostengünstig auch ohne Eiweiß herstellen – nämlich aus dem abgetropften Sud von Kichererbsen (Aquafaba) aus der Dose oder aus dem Glas, der aufgeschlagen und dann mit Puderzucker vermischt wird. Und aus den übrigen Kichererbsen lässt sich im pürierten Zustand ein leckerer Plätzchenteig kneten.

Mehl ersetzen

Wer nicht mehr genug Mehl zu Hause hat, kann die fehlende Menge durch gemahlene Nüsse oder Mandeln ersetzen, die nebenbei ein tolles Aroma bringen. Die Buttermenge im Rezept kann dann etwas reduziert werden, da Nüsse Fett enthalten.

Auch Weizenkleie, Haferflocken oder Grieß können als Ersatz zum Einsatz kommen. Diese binden allerdings mehr Flüssigkeit, so dass hier unter Umständen etwas nachgesteuert werden muss, damit der Teig nicht zu trocken wird. Wichtig ist, dass diese Alternativen fein gemahlen werden, um die gleiche Konsistenz wie Mehl zu erhalten. Es sollte auch nur maximal die Hälfte der im Rezept vorgesehenen Mehlmenge ersetzt werden, sonst verändern sich die Eigenschaften des Teiges zu stark.

Butter ersetzen

Margarine funktioniert in den meisten Rezepten genauso gut wie Butter und entlastet bei den aktuell hohen Butterpreisen auch den Geldbeutel. Auch Nussmus, ergänzt mit Pflanzenöl, kann einen Teil der Butter ersetzen. Bei Rührteigen kann man statt Butter auch gut geschmacksneutrales Pflanzenöl, beispielsweise Rapsöl, verwenden. 80 Gramm Öl entsprechen 100 Gramm Butter.

Zucker ersetzen

Ist der Zuckervorrat aufbraucht und es fehlen noch ein paar Gramm laut Rezept, können diese getrost weggelassen werden, ohne dass Geschmackseinbußen drohen. Fehlenden Puderzucker kann man selbst aus Haushaltszucker herstellen, indem man diesen sehr fein mahlt.

Wer auf flüssige Alternativen zurückgreift, rechnet mit 80 Milliliter Honig, Ahornsirup oder Fruchtdicksäften statt 100 Gramm Zucker. Bei Flüssigsüße muss jedoch die Flüssigkeitsmenge im Rezept angepasst werden, damit der Teig nicht zu dünn wird.

Wissenswertes rund um die Weihnachtsbäckerei gibt es unter: www.verbraucherzentrale.nrw.