Weitere Taten in der Nacht nach Schüssen auf Rabbinerhaus

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Düsseldorf/Essen (dpa) – Im Fall um die Schüsse auf das ehemalige Rabbinerhaus in Essen ermittelt die Polizei inzwischen laut Innenminister Herbert Reul (CDU) zu zwei weiteren Taten im Ruhrgebiet in einem «engen zeitlichen Zusammenhang». Es habe bereits eine Festnahme gegeben, sagte Reul am Freitag im Innenausschuss des Landtags.

Demnach ermittelt inzwischen auch die Polizei Dortmund. Weitere Angaben zu den Tatorten machte Reul im öffentlichen Teil der Innenausschusssitzung nicht. Es gebe Sachverhalte «mit Bezug zu jüdischen Objekten an drei unterschiedlichen Örtlichkeiten im Ruhrgebiet», so Reul.

Angaben zu dem Festgenommenen machte Reul nicht. Offen blieb, ob der Verdächtige für alle drei Taten verantwortlich sein könnte oder Komplizen hatte.

Laut Reul haben sowohl die Polizei in Essen als auch die Polizei in Dortmund jeweils eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) mit mehr als 100 Beamten eingesetzt. Der Generalbundesanwalt (GBA) werde auf dem Laufenden gehalten. Bislang liegen die Ermittlungen beim Generalstaatsanwalt in Düsseldorf.