Bei einer Führung erfahren Teilnehmende unter anderem Wissenswertes über mittelalterliche Goldschmiedekunst. Foto: Domschatz Essen/Christian Diehl (Dortmund)
Bei einer Führung erfahren Teilnehmende unter anderem Wissenswertes über mittelalterliche Goldschmiedekunst. Foto: Domschatz Essen/Christian Diehl (Dortmund)/Archiv

Essen. Am Samstag, 3. Dezember, geht es ab 14.30 Uhr durch die über 1.000 Jahre alte Kirche mitten in der Essener Innenstadt. Diesmal liegt der Fokus auf der modernen Glaskunst.

Nachdem im Zweiten Weltkrieg sämtliche Fenster zerstört wurden, sind zwischen 1953 und 1968 neue Entwürfe von 6 renommierte, zeitgenössische Künstler zur Ausführung gekommen. Darunter sind Künstler wie Heinrich Campendonk, der Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ war, Ludwig Gies, Wilhelm Buschulte und Alfred Manessier.

Bei der rund 60-minütigen Führung zeigt Rainer Teuber, Leiter der Museumspädagogik beim Essener Domschatz, die farbigen Kunstwerke aus der Nähe und geht dabei an Orte, die sonst nicht zugänglich sind.

„Trotz des speziellen Themas wird es für die Gäste abwechslungsreich“, so Teuber. „Denn die Fenster im Essener Dom reichen von 60 cm bis fast 8 Metern Höhe, sind entweder rein ornamental gestaltet oder haben feste Bildprogramme“ erzählt der Domschatz-Mitarbeiter weiter. Bei den aus farbigem Glas gefertigten Kunstwerke handelt es sich zudem teils um Ergebnisse von Künstlerwettbewerben aber auch um Auftragsarbeiten.

Mit dem Essener Dom zeigt sich den Gästen ein einzigartiger Kirchenbau mit einer reichen Geschichte – entstanden als Kirche des Essener Frauenstifts in der Mitte des 9. Jahrhunderts, vereint der heutige Kirchenbau Architekturelemente aus dem 10. und 13. Jahrhundert sowie aus gotischer Zeit und moderne Kunst. Ein großer Spannungsbogen der aber ein einheitliches Gesamtbild entsteht lässt.

Eine Voranmeldung ist erforderlich und die Karten für neun Euro sind unter 0201 2204206 oder domschatz@bistum-essen.de zu bekommen.