Mit 4:3 haben die Ratinger in Lauterbach gewonnen. Foto: Ice Aliens
Mit 4:3 haben die Ratinger in Lauterbach gewonnen. Foto: Ice Aliens

Ratingen. Durch die vielen Ausfälle stark dezimiert sind die Ice Aliens am Sonntag mit zwölf Feldspielern und zwei Torleuten nach Hesse gereist. Im Vorfeld war klar, dass das eine schwierige Aufgabe wird, und so kam es auch.

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Die Gäste führten im zweiten Drittel mit 3:1, doch das Team von Coach Gentges schaffte innerhalb von neun Sekunden den Ausgleich. Im letzten Abschnitt gingen sie in Führung und verteidigten diese mit Mann und Maus bis zur Schlusssirene.

Ein bis dato unbekannter Gegner, dessen durchwachsene Bilanz und der eigene, durch viele Ausfälle geschrumpfte Kader verhießen im Vorfeld nichts Gutes. Und so legten die Lauterbach Luchse direkt druckvoll los. Die Ice Aliens hatten sich noch nicht richtig gefunden, da schlug es in der dritten Minute schon ein. Doch Walsers Treffer klingelte die Ratinger wach. Sie gingen nun konzentrierter zu Werk, verteidigten aufopferungsvoll und nutzten ihre Chancen in der Offensive. Durch einen unglücklich abgefälschten Schuss bauten die Gastgeber die Führung in der elften Minute durch Manger aus. Doch die Ice Aliens hatten eine Antwort parat. Nur 10 Sekunden später fiel der Anschlusstreffer durch Tim Brazda, nachdem Kevin Wilson ihn bedient hatte. Mit diesem Zwischenergebnis ging es in die erste Pause.

Unmittelbar nach dem Anpfiff wurden die Ratinger wieder kalt erwischt. 43 Sekunden brauchten die Gastgeber und Grund netzte ein. Nun würde es schwierig werden, doch die Truppe von Coach Gentges zeigte wieder einmal Moral und Willensstärke. Mit schnellen Wechseln hielten sie das Tempo hoch und blieben damit im Spiel. In der 38. Minute legten Malte Hodi und Max Bleyer für Dustin Schumacher auf und der zog von der blauen Linie ab. Der Puk schoss flach durch die Schoner des Torwarts in die Maschen. Das machte auch der Handvoll Ratinger Fans wieder Hoffnung. Als nur neun Sekunden später der Ausgleich fiel, war die Partie wieder offen. Dieses Mal war es Kevin Wilson, der nach Vorarbeit von Stefan Traut und Tim Brazda verwandelte.

Der letzte Abschnitt sollte also die Entscheidung bringen. Das Ratinger Team musste nun dem kleinen Kader Tribut zollen. Die Wechselfrequenz zog noch einmal an, das Hauptaugenmerk lag auf der Defensive. In der 49. Minute erspielten Malte Hodi und Dennis Fischbuch eine schöne Kombination und der Kapitän erzielte den späteren Siegtreffer. Die Antwort waren heftige Angriffe der Lauterbacher, die die letzten zwei Minuten den Torwart für einen Feldspieler herausnahmen. Doch die Defensive der Ice Aliens hielt bis zum Schluss.

Coach Gentges zollte seiner Rumpftruppe Respekt und Dennis Maschke, der Trainer der Luchse, liess verlauten, dass das Spiel das beste seiner Mannschaft in dieser Saison war. In Anbetracht des kleinen Kaders durchaus ein Lob für die Ice Aliens. Als Spieler des Tages wurde auf Ratinger Seite Dustin Schumacher ausgezeichnet.