Star-Percussionist Martin Grubinger spielt eine Deutsche Erstaufführung. Foto: Simon Pauly
Star-Percussionist Martin Grubinger spielt eine Deutsche Erstaufführung. Foto: Simon Pauly

Wuppertal. Ein Rhythmus-Sturm erreicht die Historische Stadthalle Wuppertal: Martin Grubinger steht im 4. Sinfoniekonzert ›An Bord‹ am Sonntag, 11. Dezember, ab 11 Uhr sowie am Montag, 12. Dezember, ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Wuppertal auf der Bühne.

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Technische Perfektion, Spielfreude und musikalische Vielseitigkeit machen den Österreicher zum vielleicht besten Multipercussionisten der Welt. Bei seinem Debüt in Wuppertal hat er die Deutsche Erstaufführung von Daníel Bjarnasons Percussion-Konzert ›Inferno‹ im Gepäck.

Generalmusikdirektor Patrick Hahn umrahmt es mit Werken von Franz Schreker und Sergej Prokofjew. Die Spielzeit 2022/23 ist nach fast zwei Jahrzehnten Martin Grubingers letzte als international gefragter Solist. Kurz vor Ende seiner solistischen Karriere hat ihm der isländische Pianist, Dirigent und Komponist Daníel Bjarnason ein Konzert für Solo-Percussion und Orchester auf den Leib geschneidert.

Außergewöhnliche »Instrumente« wie Schleifpapier, gestimmte Weinfalschen und
Löwengebrüll sorgen für spannende Klangfarben. Während das Instrumentarium in astronomische Höhen abhebt, drängt der nachträglich gewählte Werktitel ›Inferno‹ in höllische Tiefen – analog zu Dantes gleichnamigen Epos aus dem 14. Jahrhundert. Das Percussion-Konzert erfährt eine der ersten Aufführungen überhaupt in Wuppertal.

Patrick Hahn ergänzt das Konzertprogramm mit zwei ebenso klanggewaltigen Werken. Den Auftakt macht das Sinfonische Zwischenspiel zur Oper ›Der Schatzgräber‹ von Franz Schreker, der seinerzeit zu den meistaufgeführten Komponisten noch vor Richard Strauss gehörte. Mit Sergej Prokofjews 5. Sinfonie – einem groß angelegten und klanglich mächtigen Werk – singt der Komponist nach
eigener Aussage ein »Lied auf den freien und glücklichen Menschen«. Wie frei dieser in der sowjetischen Nachkriegsgesellschaft wirklich sein konnte, lässt sich heute kaum nachfühlen.

Tickets gibt es unter: sinfonieorchester-wuppertal.de.