Düsseldorf (dpa/lnw) – Die meisten Vorschläge der Bundesanstalt für Immobilien (Bima) für Flüchtlingsunterkünfte sind aus Sicht der nordrhein-westfälischen Landesregierung ungeeignet. Von 39 Liegenschaften, die die Bima bislang vorgeschlagen habe, kämen nur 3 für eine vertiefte Prüfung überhaupt in Betracht, sagte NRW-Flüchtlingsministerin Josefine Paul der «Rheinischen Post» (Donnerstagsausgabe).

«Es wäre wünschenswert und wichtig, wenn wir vom Bund Unterkünfte und Flächen genannt bekämen, mit denen wir schnell etwas anfangen könnten», unterstrich die Grünen-Politikerin. Leider sei in den meisten Fällen das Gegenteil der Fall. «Zum Teil dauert die Instandsetzung von Bima-Objekten ein halbes Jahr.» Die Landesregierung hoffe nun auf weitere Anstrengungen des Bundes, geeignete Objekte bereitzustellen.

Bislang sind nach Angaben der Landesregierung rund 220.000 Menschen vor dem Krieg in der Ukraine nach NRW geflohen, auch die Zahl der Schutzsuchenden aus anderen Ländern steigt. Der Bund hatte den Ländern bei der Suche nach Immobilien für die Unterbringung der Menschen Hilfe zugesagt.