Winterberg (dpa/lnw) – Wenig Schnee, aber großer Andrang: An den wenigen geöffneten Skiliften in Winterberg haben sich am Samstag trotz oder gerade wegen des milden Wetters zum Teil längere Warteschlangen gebildet. «Das Angebot ist leider klein, aber die Nachfrage ist groß», sagte eine Sprecherin. Derzeit laufen nur 5 der 26 Lifte im Skiliftkarussell Winterberg, dem größten Skigebiet im Sauerland. Außerdem ist ein Rodellift an der Ruhrquelle geöffnet. Alle anderen Skigebiete im Sauerland haben geschlossen, weil kein Schnee mehr auf den Hängen liegt.

Auf den geöffneten Skipisten drängelten sich am Samstag dafür die Menschen. Jede Nacht seien in Winterberg GPS-gesteuerte Pistenwalzen im Einsatz, sagte die Sprecherin. Zentimeter für Zentimeter werde mit moderner Technik die Schneehöhe ermittelt und der Schnee dann optimal verteilt. «Da geht es um die Frage: Wo muss noch was hin und wo können wir noch was entbehren.» Bis Weihnachten waren die Wintersport-Bedingungen im Sauerland eigentlich gut. Aber dann sorgten zweistellige Temperaturen mit starkem Regen und starkem Wind für Tauwetter.

Bis Mitte Januar sei weiterhin kein kaltes Winterwetter in Sicht, so dass die Schneekanonen auch keinen neuen Schnee produzieren könnten. Die Verantwortlichen wollen aber unbedingt verhindern, dass noch mehr Pisten geschlossen werden müssen. «Kleiner als jetzt wird das Angebot nicht mehr werden», sagte die Sprecherin.

In Winterberg haben dafür mitten in der Skisaison die beiden Sommerrodelbahnen geöffnet. Dort sei der Andrang ebenso groß wie etwa in der Eissporthalle im benachbarten Willingen.