Mona Neubaur bei der Einweihung einer Wasserstoffpipeline bei Thyssenkrupp in Duisburg.
Mona Neubaur bei der Einweihung einer Wasserstoffpipeline bei Thyssenkrupp in Duisburg. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Köln/Düsseldorf (dpa) – Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat die Räumung des Ortes Lützerath für den Braunkohleabbau verteidigt. Es gehe dabei um die Energieversorgungssicherheit, «wir müssen das schlimmste Szenario gut vorbereitet haben», sagte sie am Freitag in der WDR-Sendung «Aktuelle Stunde». Dazu gehöre auch die «Zuhilfenahme von sehr klimaschädlicher Braunkohleverstromung zu sichern». Sie betonte, den Grünen sei insgesamt in Sachen Klimaschutz etwas Großes gelungen, nämlich den Kohleausstieg im Westen um acht Jahre auf 2030 vorzuziehen.

Zu Kritik aus der eigenen Partei am Abriss des Dorfes Lützerath am Tagebau Garzweiler sagte sie: «Ich empfinde das nicht als in den Rücken fallen. Ich fühle mich nicht verraten.» In einer demokratischen Partei müsse man miteinander diskutieren, das sei auch eine Qualität der Grünen. Die Besetzung der Parteizentrale der NRW-Grünen in Düsseldorf in dieser Woche durch Klimaaktivisten beschäftige sie. «Das lässt mich nicht kalt. Zu sehen, wie Menschen, die für Klimaschutz eintreten sich nicht wiederfinden in dem, was wir als Erfolg erreichen konnten.»