Klimaaktivisten bei der Besetzung eines Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Hambach.
Klimaaktivisten bei der Besetzung eines Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Hambach. Foto: Henning Kaiser/dpa

Köln (dpa) – Festgeklebte Klimaaktivisten haben am Dienstagmorgen mit einer Blockade-Aktion den Berufsverkehr in Köln massiv ins Stocken gebracht. Sie saßen quer auf einer Straße und hielten ein Banner hoch, das auf die Gruppierung Letzte Generation hinwies. Dazu waren gelbe Kreuze zu sehen – die Protest-Symbole gegen den Abriss von Lützerath, dem von der Polizei geräumten Dorf am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler. Ein dpa-Fotograf berichtete von einem Stau und wütenden Kommentaren von Autofahrern in Richtung der Aktivisten.

Die Polizei sperrte nach eigenen Angaben Zufahrten und führte den Verkehr vorbei. Drei festgeklebte Personen seien von der Straße «befreit», drei seien weggetragen worden, sagte eine Polizeisprecherin nach Ende der Aktion. Alle sechs seien allerdings in Gewahrsam genommen worden. Ermittelt werde unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Der Staatsschutz habe sich eingeschaltet.

Die Gruppierung Letzte Generation hatte am Morgen ein Foto aus Köln getwittert und erklärt: «Die Kohle unter #Lützerath muss im Boden bleiben!»