Polizisten tragen Mitglieder von Extinction Rebellion weg, die vor dem Innenministerium in Düsseldorf protestieren nach der Räumung von Lützerath.
Polizisten tragen Mitglieder von Extinction Rebellion weg, die vor dem Innenministerium in Düsseldorf protestieren nach der Räumung von Lützerath. Foto: Malte Krudewig/Malte Krudewig/Dpa/dpa

Düsseldorf (dpa) – Klima-Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion haben sich in Düsseldorf am NRW-Innenministerium festgeklebt. Etwa ein Dutzend Menschen, darunter eine Mutter mit Kind, waren an der Aktion in Düsseldorf beteiligt, wie Sprecher von Polizei und Innenministerium sagten. Nach einiger Zeit beendeten die Einsatzkräfte die Aktion: Einige Demonstranten seien freiwillig gegangen, andere weggetragen worden. Die Aktivisten, die sich an Scheiben geklebt hatten, wurden von der Polizei gelöst.

Die Demonstranten protestierten gegen die Räumung der Siedlung Lützerath für den Braunkohle-Abbau und forderten den Rücktritt von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wegen des Polizeieinsatzes dort. Sie beklagten Polizeigewalt und Kriminalisierung.

Unterdessen versammelten sich am Landtag in Düsseldorf rund 150 Demonstranten, die dann vor das NRW-Wirtschaftsministerium zogen. Auch sie protestierten gegen den Abriss von Lützerath für den Braunkohle-Abbau. Braunkohle gilt als klimaschädlichste Form der Energiegewinnung.

Am Samstag hatten Demonstranten in der Nähe des Tagebaus die abgesprochene Demonstrationsroute verlassen und waren in die Richtung der Gegend gezogen, in der das Betretungsverbot gilt. Die Polizei hatte Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt, um die Menschen zurückzuhalten. Aus den Reihen der Demonstranten waren Steine, Erdklumpen und Pyrotechnik auf die Beamten geworfen worden.