Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen.
Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Ann-Marie Utz/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz wegen der Klimaschutz-Proteste am Dorf Lützerath berichtet, dass gezielt nach Waffen von Polizisten gegriffen haben sollen. «Es wurde auch berichtet, dass Störer gezielt nach den Schusswaffen gegriffen haben», sagte er am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf – und bezog sich dabei auf Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten, die es nach einer Kundgebung am vergangenen Samstag gegeben hatte. «Teilweise ist es gelungen, eine der Sicherungen am Holster schon zu lösen. Ich will gar nicht ausschließen und ausmalen, was da hätte passieren können.»

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Lützerath, das zu Erkelenz westlich von Köln gehört, war in einem tagelangen Großeinsatz der Polizei gegen den Widerstand hunderter Klimaaktivisten geräumt worden. Der Energiekonzern RWE will dort Braunkohle abbauen.

Bei einer Kundgebung am vergangenen Samstag hatte es Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten gegeben, als Teilnehmer der Demo in Richtung Lützerath gelaufen waren.