Babyhand in blauer Kleidung, Sternenmuster Bettwäsche.
Ein wenige Wochen altes Baby ballt seine Hand zu einer kleinen Faust. Foto: Annette Riedl/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – In Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2014 und 2022 insgesamt 215 sogenannte vertrauliche Geburten erfasst worden. 2014 war ein Gesetz in Kraft getreten, das es Schwangeren ermöglicht, ihr Kind vertraulich und medizinisch begleitet in einer Klinik oder bei einer Hebamme auf die Welt zu bringen.

«In Nordrhein-Westfalen bestätigt die geringe Zahl der vertraulichen Geburten die flächendeckend hohe Qualität der Beratungsangebote der Schwangerenberatungsstellen», bewertete das Düsseldorfer Familienministerium die auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erstellte Bilanz. Ziel des Gesetzes sei es, heimliche Geburten ohne medizinische Begleitung zu vermeiden und zu verhindern, dass Neugeborene anonym abgegeben oder ausgesetzt werden.

Ein eindeutiger Trend lässt sich an den Jahreszahlen nicht ablesen: Die 2014 mit zunächst 9 vertraulichen Geburten gestartete Bilanz erreichte 2018 mit 39 solcher Fälle ihren bisherigen Höhepunkt und landete bei einem stetigen Auf und Ab in den Folgejahren 2022 bei 18 vertraulichen Geburten. Für 2023 liegen nach Angaben des Ministeriums noch keine Zahlen vor.