Schneekanonen produzieren Schnee für die Pisten im größten Wintersportgebiet des Sauerlands.
Schneekanonen produzieren Schnee für die Pisten im größten Wintersportgebiet des Sauerlands. Foto: Niklas Hinz/Skiliftkarussell Winterberg/dpa

Winterberg (dpa/lnw) – Nach wochenlangem Tauwetter hoffen die Liftbetreiber im Sauerland am kommenden Wochenende auf besonders gute Wintersportbedingungen. Es könnten rund 70 Lifte laufen – so viele wie bislang noch nie in diesem Winter, teilte die Wintersport-Arena Sauerland am Donnerstag mit. In dieser Woche rechne man mit 25 Zentimetern neuem Naturschnee. Außerdem seien die Schneekanonen bei den frostigen Temperaturen jede Nacht im Dauerbetrieb.

Seit Weihnachten hatten zweistellige Temperaturen mit Regen und starkem Wind den Schnee schnell schmelzen lassen. Zuletzt war Skifahren und Snowboarden im Sauerland nur noch in Winterberg auf ein paar schmalen Kunstschnee-Schneisen in der ansonsten grünen Landschaft möglich. Das soll sich nun wieder ändern.

Bislang planten vor allem Skigebiete mit Beschneiungsanlagen, am Wochenende zu öffnen. «Sollte der angekündigte Schneefall kommen, könnten in den Höhenlagen auch ein paar Pisten alleine mit Naturschnee öffnen», sagte eine Sprecherin. «Die Bedingungen auf den beschneiten Pisten sind sehr gut. Die Naturschneepisten sollten zumindest gute Bedingungen bieten.»

Für Langläufer würden einige Skating-Strecken präpariert. «Sollte die angekündigte Schneemenge kommen, könnten sogar ein paar klassisch gespurte Loipen dabei sein», sagte die Sprecherin. Mehrere Rodellifte sollen ebenfalls wieder laufen. Im Skigebiet Neuastenberg ist am Samstagabend erstmals in dieser Saison Wintersport bei Flutlicht geplant.

Das Wetter könnte am Wochenende angenehm für Wintersportler sein: Samstag soll es überwiegend trocken bleiben, Sonntag sei dann wieder mit neuem Schneefall zu rechnen. Dazu erwartet der Deutsche Wetterdienst in Essen in den Höhenlagen Dauerfrost.

Der Winter hat vielen Liftbetreibern bislang einen ziemlichen Strich durch die Saison-Planung gemacht. Nachdem der Dezember kalt war und die ersten Lifte schon Anfang Dezember in Betrieb gingen, wurde es ausgerechnet in den wichtigen Weihnachtsferien regnerisch und warm. Mitten in der Wintersaison wurden einige Sommerrodelbahnen wieder geöffnet, um den Touristen etwas bieten zu können.

Der Andrang an den wenigen Skiliften, die überhaupt noch öffnen konnten, war trotzdem groß. «Die Menschen möchten in den Ferien raus an die frische Luft, sich bewegen und etwas erleben – und im Winter wollen sie nun einmal Ski fahren und rodeln», sagte Florian Leber, Liftbetreiber in Winterberg.

Die Wintersport-Arena Sauerland ist ein Zusammenschluss der Skigebiete in den Kreisen Hochsauerland, Siegen-Wittgenstein, Olpe und der hessischen Gemeinde Willingen. Dazu gehören 34 Skigebiete mit 126 Liften.

Auch in der Eifel ist die Landschaft wieder verschneit. In Hellenthal sind nach Angaben der Gemeinde zwei Schneewanderwege präpariert und drei Loipen gespurt – auch wenn die Schneeschicht für Skilangläufer stellenweise noch recht dünn sei. Der einzige noch existierende Skilift der Nordeifel, der Weiße Stein in Hellenthal, ist allerdings seit der Corona-Pandemie außer Betrieb. Die Gemeinde hatte zuletzt auch keinen Pächter mehr gefunden, der die Anlage betreiben wollte.