Eine Hand hält Handschellen vor einen Streifenwagen der Polizei. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Cloppenburg/Düsseldorf (dpa) – Bei den Ermittlungen zu einer betrügerischen Wahrsagerhotline hat die Polizei weitere Tatverdächtige in Nordrhein-Westfalen ausfindig gemacht. Im Fokus stehen ein 53-Jähriger aus Krefeld, ein 54-Jähriger aus Grevenbroich und eine 44-Jährige aus Düsseldorf, wie die Polizei Cloppenburg/Vechta und die Staatsanwaltschaft Osnabrück aus Niedersachsen am Donnerstag mitteilten. Sie sollen seit Januar 2023 bundesweit mit einer Wahrsagerhotline Menschen betrogen haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück seien jüngst zwei Haftbefehle, ein Vermögensarrest und vier Durchsuchungsbeschlüsse erlassen worden, hieß es. Demnach wurden Mobiltelefone, Laptops, Tablets, Datenträger, Bargeld und weitere Beweismittel beschlagnahmt. Die Ermittler werfen den Verdächtigten gewerbs- und bandenmäßigen Betrug vor.

Nach dem 54-Jährigen wird derzeit gefahndet, der 53-Jährige wurde verhaftet, die 44-Jährige wurde nach einer vorübergehenden Festnahme wieder entlassen. Im Zuge der Ermittlungen waren im Januar bereits zwei mutmaßliche Täter aus dem Raum Krefeld festgenommen worden. Hintergrund war, dass eine 64-Jährige aus dem niedersächsischen Landkreis Vechta auf die vermeintlichen Wahrsager hereingefallen war und die Polizei informierte. Bei einer weiteren Geldübergabe wurden die Männer festgenommen.